Der elektrische Strom.
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Metalle und Flüssigkeiten, die je nach der Flüssigkeit wechseln, sindalso im allgemeinen umgekehrt wie die VoLTA'sche Reihe.
§ 168. Galvanische Elemente. Die Verbindung zweier Metallemit einer Flüssigkeit heißt nun galvanisches Element oder gal-vanische Kette. Sind die beiden Metalle außerhalb der Flüssig-keit durch einen sog. Schließungsdraht verbunden, so ist die Kettegeschlossen, sonst offen. In einer geschlossenen Kette fließt dergalvanische Strom, der durch die fortwährend wirkende elektromoto-rische Kraft beständig im Gange erhalten wird, stets nach beidenRichtungen. Spricht man kurzweg von der Richtung des Stromes,so meint man stets die des positiven. Dieser fließt also z. B. in demSchließungsdraht eines Zink-Kupfer-Elements vom positiven Kupferzum negativen Zink. Im Elemente selbst muß er natürlich vom Zinkzum Kupfer fließen, damit der Stromkreis geschlossen ist. Die freienEnden der Metalle eines Elements, bezw. die Enden der damit ver-bundenen Drähte, heißen Pole oder Elektroden; diejenige, vonwelcher der Strom herkommt, beim positiven Strom also die positive,wird Anode (dvd oöog) genannt, die andere Kathode. Durch Ver-einigung mehrerer Elemente entsteht eine galvanische Batterie.Die älteste Form derselben ist die Volta'sche Säule; sie bestehtaus abwechselnd übereinandergeschichteten Zink- und Kupferplatten,zwischen denen immer befeuchtete Tuchlappen liegen. Die Reihen-folge ist also hier Zink, Feuchtigkeit, Kupfer; Zink, Feuchtigkeit,Kupfer etc.
§ 169. Konstante Ketten. Die zuerst konstruierten galva-nischen Ketten hatten alle den Fehler, daß sie bald immer schwächerwurden. Da nämlich der elektrische Strom in Flüssigkeiten Um-setzungen bewirkt, und sich die Zersetzungsprodukte an den Elek-troden abscheiden, so werden diese gewissermaßen von der Flüssig-keit isoliert. So entsteht z. B. durch Zersetzung des WassersH und 0 [cf. § 178]; letzterer wird am Zink abgeschieden undbildet das nichtleitende Zinkoxyd, ersterer überzieht das Kupfer miteinem feinen, ebenfalls nichtleitenden Häutchen. Ja, es entsteht so-gar zwischen dem elektropositiven 11 und dem elektronegativen 0ein neuer Strom, der sog. Polarisationsstrom, der dem ursprüng-lichen entgegengesetzt fließt und ihn somit schwächen muß. Umdiesen Ubelstand zu beseitigen, hat man ko.nstante Ketten kon-struiert, bei denen jede Elektrode in eine besondere Flüssigkeit taucht;dieselbe hat zugleich die Eigenschaft, die störenden Zersetzungs-produkte zu beseitigen, so daß also die Elektroden hier unpolari-sierbar sind. Eins der gebräuchlichsten derartigen Elemente ist das