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Magnetismus.
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sich dann in Kurven, die sogenannten Kraftlinien, an, die von einemPol zum anderen ziehen und genau die Kraftrichtung des Magnetenin jedem Punkte des magnetischen Feldes anzeigen. — MagnetischesMoment nennt man das Produkt der Polstärke eines der Pole mitdem gegenseitigen Abstand derselben.
§ 147. Magnetische Influenz. Nähert man ein Stück Eiseneinem Magneten, so wird es ebenfalls magnetisch, und zwar wird derdem Nordpol des Magneten genäherte Teil zum Südpol und umge-kehrt. Diese Erscheinung, auf der auch die Anziehung beruht, heißtmagnetische Influenz und findet ihre Erklärung am besten durchdie Annahme, daß in jedem unmagnetischen Eisen schon beide Artenvon Magnetismus enthalten sind, aber so angeordnet, daß sie sichgegenseitig neutralisieren nach außen also nicht wirken können. Nähertman aber einen Magneten, so zieht er den ungleichnamigen Magnetis-mus in das zugewandte Ende, den gleichnamigen stößt er in das ent-gegengesetzte. Diese Annahme erklärt auch die Indifferenzzone; dennhier stoßen ja Nord- und Südmagnetismus zusammen und neutralisierensich daher.
§ 148. Konstitution der Magnete. Früher hatte man die be-queme aber vage Torstellung, der Magnetismus bestehe aus zweiFluida (Flüssigkeiten), welche durch Influenz voneinander getrenntwürden. Damit ist jedoch die Tatsache nicht zu erklären, daß, wennman einen Magneten in der Mitte zerbricht, jeder dieser Teile wiederein vollkommener Magnet mit Nord- und Südpol und Indifferenzzoneist. Dieser Versuch kann beliebig oft wiederholt werden. Man er-klärt diese Erscheinung durch die Molekulartheorie, indem mansich vorstellt, daß schon die Moleküle kleinste Magnete sind. In denMagneten sind sie so regelmäßig angeordnet, daß alle Nordpole nachder einen, die Südpole nach der anderen Seite gerichtet sind, so daßsich ihre Wirkung addiert; im unmagnetischen Eisen dagegen sind: sie ganz unregelmäßig durcheinander gelagert, und daher unwirksam.Die Influenz erklärt sich demnach so, daß der Magnet auf die Moleküledes Eisens eine richtende Wirkung ausübt und alle gleichnamigenPole nach derselben Seite hin dreht. Diese Drehung der Moleküleist bei manchen Körpern, z. B. Schmiedeeisen, leicht; aber nach Ent-fernung des Magneten kehren die Moleküle auch wieder leicht in diefrühere Lage zurück. Diese Körper besitzen also nur temporärenMagnetismus. Bei anderen Körpern dagegen, z. B. Stahl, ist dasRichten der Moleküle schwerer; dafür bleiben sie auch lange in derneuen Lage. Diese Eigenschaft, den magnetischen Zustand beizube-halten (die übrigens in geringem Grade auch weiches Eisen besitzt),
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