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Grundriß der Physik für Studierende, besonders für Mediziner und Pharmazeuten : mit 125 Abb.
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Mechanik.

anderen Seite mit den entsprechenden Gewichten belastet wird. Dann wirdunter den Körper ein Gefäß mit Wasser geschoben, so daß er ganz hinein-taucht, und sein Gewicht wieder bestimmt. Die Differenz ergibt seinVolumen.

2) Nicholsons Gewichtsaräometer 1 : Wird der Körper auf dieSchale 8 (Fig. 26) gebracht, so sinkt der Apparat im Wasser etwa bis m ein.An Stelle des Körpers werden nun soviel Gewichte auf den Teller gelegt,bis derselbe Effekt erreicht ist. So wird das absolute Körpergewicht be-stimmt. Bringt man dann den Körper in das Körbchen k und legt obenauf den Teller so viel Gewichte zu, daß der Apparat wieder bis m einsinkt,

so erhält man den Gewichtsverlust im Wasser, mithin das

Volumen des Körpers.

3) Das Skalenaräometer dient zur Bestimmung desspezifischen Gewichts von Flüssigkeiten. Es besteht aus einergeschlossenen, unten beschwerten Glasröhre, mit einer empi-rischen Skala, an der das spezifische Gewicht direkt abgelesenwird. Je größer nämlich das spezifische Gewicht einerFlüssigkeit ist, um so weniger tief wird das Aräometer ein-sinken. Auf diesem Prinzip beruhen u. a. die Urometer (fürUrin), Alkoholometer etc.

4) Das Pyknometer 2 dient ebenfalls zur Bestimmungdes spezifischen Gewichts von Flüssigkeiten. Es ist einkleines Fläschchen, das man bis zu einer bestimmten Markeeinmal mit Wasser und dann mit der betreffenden Flüssigkeitgefüllt wiegt. Das Verhältnis der gefundenen Gewichte er-gibt unmittelbar das spez. Gewicht. Das Pyknometer ist

aber auch für zerkleinerte feste Substanzen, besonders solche in Pulverform,verwendbar. Wiegt es nämlich mit Wasser gefüllt P, mit Wasser und derSubstanz gefüllt P, während letztere G wiegt, so ist das Gewicht des durchdie Substanz verdrängten Wassers P-\-G P.

5) Auch durch kommunizierende Röhren läßt sich das spezifischeGewacht von Flüssigkeiten finden. Sind (Fig. 27) in beiden Eöhren ver-schiedene Flüssigkeiten, so steht die spezifisch leichterehöher; sie hat z. B. die Höhe K, die spezifisch schwereredie Höhe h. An einer beliebigen Stelle a b vom Quer-schnitt c ist Gleichgewicht vorhanden, wennch s = c Kshs = h' s's : s = ti : h.Die spezifischen Gewichte verhalten sich alsoumgekehrt wie die Höhen. Kennt man daher das

lk

a

|c

b

Fig. 27.

spezifische Gewicht der einen Flüssigkeit, so läßt sich das der anderen leichtberechnen.

§ 42. Kohäsion und Adhäsion. Zwischen den einzelnenTeilchen der Flüssigkeiten (und festen Körper) findet eine Anziehung

1 UQtuöq dünn.

2 nvxvöq dicht.