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1 (1910) Anorganischer Teil
Entstehung
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Kupfer.

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v ielen andern Orten der alten und neuen Welt. Von seinen Erzen sinddie wichtigsten das Rotkupfererz, Cu 2 0, der Malachit, CuC0 3 Cu(OH) 2]der Kupferglanz, Cu,S, und vor allem der Kupferkies, CuoS Fe 2 S 3 ,der sich außer in Nordamerika namentlich in Deutschland, Englandu ncl Skandinavien findet. In kleinen Mengen ist das Kupfer außer-ordentlich verbreitet, es findet sich daher in sehr geringer Mengeauch in der Pflanzen- und Tierwelt.

Aus den oxydischen Erzen wird das Kupfer durch Reduktion mitKohle gewonnen, seine Abscheidung aus den sulfidischen Erzen hin-gegen ist ein ziemlich verwickelter Prozeß. Es kommen hierfür in ersterLinie der Kupferglanz und der Kupferkies in Betracht. Die Erzewerden zuerst geröstet, wobei sich ein Teil des Schwefels, Arsens undAntimons verflüchtigt und ein Teil in schwefelsaure, arsensaure undantimonsaure Verbindungen übergeht. Hierauf folgt ein reduzierendesSchmelzen mit Kohle und Silikaten, wobei das Eisen als Ferrosilikat. die Schlacke geht, während das vorher gebildete Kupfersulfat wiederz u Schwefelkupfer reduziert wird. Es entsteht so ein unreines Kupfer-sulfür, das den Namen Rohstein führt. Durch Wiederholung desRöstens und des reduzierenden Schmelzens erhält man schließliche m durch andere Metalle verunreinigtes Kupfer, das Schwarz-kupfer, das einem oxydierenden Schmelzen unterworfen wird, wobeidie fremden Metalle in die Schlacke gehen. So erhält man das so-genannte Rosettenkupfer, ein an Kupferoxydul reiches Kupfer, dasschließlich durch schnelles reduzierendes Schmelzen bei Gegenwartv on Kohle in geschmeidiges (hammergares) Kupfer umgewandelt wird.Aus kupferarmen Erzen wird das Kupfer auch auf nassem Wege ge-wonnen, indem man die zerkleinerten Erze in feuchtem Zustandeder Oxydation an der Luft überläßt. Aus dem Eisen- und Schwefel-gehalt der Erze bildet sich hierbei eine Lösung von Ferrisulfat, dasdie Auflösung des Kupfers beschleunigt. Aus der schließlich ent-standenen Kupfervitriollösung wird das Kupfer durch Eisen gefällt.

Um ganz reines Kupfer zu erhalten, wie es für elektrische Anlagengebraucht wird, da reines Kupfer den elektrischen Strom viel besserleitet als unreines, wird es auf elektrolytischem Wege gereinigt. Manverwendet hierzu das auf hüttenmännischem Wege schon möglichstgereinigte Metall, das in große Platten geformt und als Anode in einemit Schwefelsäure angesäuerte Kupfersulfatlösung gehängt wird,während die Kathode aus ganz reinem, dünnem Kupferblech besteht.In dem Maße, wie der elektrische Strom durch die Lösung geht, löstsich die als Anode dienende Kupferplatte auf und das reine Metallschlägt sich auf der Kathode nieder, während die Verunreinigungenin Lösung bleiben oder als Schlamm zu Boden fallen. Die Reaktionß ei dieser elektrolytischen Kupfergewinnung besteht darin, daß dieCu-Jonen der Kupfersulfatlösung unter dem Einfluß des elektrischenStroms nach der Kathode wandern, dort ihre elektrische Ladung ab-geben und in elementares Kupfer übergehen, während die S0 4 -Jonennach der Anode gehen und dort lösend auf das Kupfer wirken, sodaß das Kupfer in demselben Maße, wie es an der Kathode abge-schieden wird, an der Anode in Lösung geht.

Metallisches Kupfer. Das Kupfer unterscheidet sich von allenandern Metallen durch seine hellrote Farbe, die an der Luft bald inbraunrot übergeht. Es schmilzt bei 1084», oberhalb 2000° verflüchtigt