Mangan.
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Fällung einer Uraaylaitratlösung durch Natronlauge als gelbes Kristallpulver erhallenWird und den Farbstoff Urangelb darstellt, der zur Herstellung gelber Gläser mitgrünem Reflex dient. Die Uransäure löst sich auch in Säuren und bildet dann Salze,in denen das Uran dem positiven Bestandteile angehört, das Uran vermag also imsechswertigen Zustande sowohl säure- wie baseubildend aufzutreten. Seine Salze mit
Säuren leiten sich aber nicht von dem sechswertigen Kation U...... ab, sondern von dein
zweiwertigen Kation U0 2 " So ist die Zusammensetzung des Sulfats IJ0 3 S0 4 , die desNitrats U0 2 (N0 3 ) 2 . Das zweiwertige "Radikal U0 2 führ! den Namen Uranyl, man nenntdaher die Verbindung U0 2 (N0 3 ) 2 Uranylnitrat, UO,S0 4 Uranylsulfat usw. Die Uranyl-salze sind gelb und zeigen grüne Fluoreszenz. Das Nitrat, U0 2 (N0 3 ) 2 , wird durchBehandlung des Uranpecherzes mit Salpetersäure gewonnen, es löst sich leicht inWasser, Alkohol und Äther und findet Verwendung zur maßanalytischen Bestim-mung der Phosphorsäwre, die es aus ihren Lösungen als in Säuren unlöslichesUranylphosphat fällt:
U0 2 (N0 3 ) 2 + Na 2 HP0 4 = U0 2 HP0 4 + 2NaN0 3 .
Ebenso wird Arsensäure gefällt. Eine sehr empfindliche Reaktion geben die UranylsalzeMit Kaliumferrocyanid, das aus ihren Lösungen einen rotbraunen Niederschlag vonÜranylferrocyanid fällt:
2 U0 2 (NO s ) 2 + K 4 Fe(CN) 6 = (U0 2 ) 2 Fe(CN) c -f 4 KN0 3 .
Durch Glühen des Uranylnitrals gewinnt man das Urantrioxyd, U0 3 . Beim Erhitzen desTrioxyds an der Luft verliert es Sauerstoff und geht in grünschwarzes Uranoxyduloxyd,iJ.tO s , über. Wird das Trioxyd im Wasserstoffstrome geglüht, so wird es zu Urandioxydoder Uranoxydul, U0 2 , reduziert. Das Uranoxydul ist ein rotbraunes Pulver, das sich111 Säuren zu grünen unbeständigen Salzen mit dem vierwertigen Kation U'"" löst, diesich an der Luft durch Sauerstoffnahme schnell oxydieren. Bei der Einwirkung vonWasserstoffperoxyd auf Uranylsalze entsteht das gelblichweiße Tetroxyd U0 4 • 2H ä O.
Mit Chlor bildet das Uran die drei Verbindungen UC1 3 ,, UC1 4 und UC1 5 . DasPentachlorid entsteht beim Glühen von Uran im Chlorstrome, es zerfällt leicht inChlor und Tetrachlorid, das durch Reduktion im Wasserstoffstrome in Trichlorid über-geht. Das Tctrachlorid ist die beständigste der Chlorverbindungen, es bildet dunkelgrüneKristalle. Beim Auflösen von Urantrioxyd in Salzsäure entsteht Uranylchlorid, U0 2 Cl 2 ,f b»s gelbe Kristalle bildet.
Die Uranverbindungen sind giftig, sie wirken verändernd auf die Nieren undErzeugen die Erscheinung der Zuckerkrankheit.
Mangan, Mn.
Atomgewicht 54,93.
Manganverbindungen sind in der Natur sehr verbreitet. Tngrößeren Mengen kommt namentlich der Braunstein oder Pyrolusit,Mn0 2 , vor, hauptsächlich im Harz und Thüringen, ferner in Frank-reich und Spanien. Andere Vorkommensarten sind der Hausmannit,■Mn 3 0 4 , der Braunit, Mn 2 O s , und der Manganspat, MnC0 3 , der dem Eisen-spat isomorph ist, mit dem er auch häufig zusammen vorkommt. Ge-ringe Mengen von Manganverbindungen sind in vielen MineralwässernEnthalten, auch in der Ackererde finden sich stets Manganoxyde,Spuren von Mangan sind daher auch in der Pflanzenasche enthalten,doch ist es für das Leben der Pflanzen ohne Bedeutung.
Metallisches Mangan wird nach dem GoLDSCHMiDT'schen Ver-fahren durch Reduktion des Oxyduloxyds, Mn 3 0 4 , durch Aluminiumgewonnen (S. 379). In größeren Mengen bildet es sich, legiert mitEisen, durch den Hochofenprozeß bei der Verhüttung manganreicherEisenerze. Es ist von eisengrauer Farbe mit rötlichem Schimmer,sehr hart und spröde, nicht magnetisch, besitzt das spezifische Ge-wicht 7,2—8 und schmilzt bei etwa 1300°. Es oxydiert sich leichtRnd läuft daher an der Luft an, auch von Wasser wird es, namentlichbeim Erwärmen, schnell angegriffen, von verdünnten Säuren wird