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Ka liumchromat, Kaliumdichromat.
Na 2 Cr 2 0 7 -2H ä O, ausscheidet, aus dem durch Umsetzung mit Kalium-chlorid das viel schwerer lösliche Kaliumdichromat gewonnen wird:Na 2 Cr 2 0 7 + 2 KCl = K,Cr 2 0 7 + 2NaCl.
Das Natrium- und das Kaliumdichromat bilden das Ausgangsmaterialzur Darstellung aller andern Chromverbindungen.
Kaliumchromat, K 2 CrO*t, chromsaures Kalium, und Kalium-dichromat, K 2 Cr,0 7 , saures chromsaures Kalium. Zur Darstellungdes Kaliumchromats wird die heiße, konzentrierte Lösung des Kalium-dichromats mit Kaliumkarbonat versetzt, worauf das gelbe Chromatbeim Erkalten der Lösung ausfällt:
K 2 Cr 2 0 7 + K 2 C0 3 = 2K 2 Cr0 4 + C0 2 .
Das Kaliumchromat bildet gelbe Kristalle, die mit dem Kaliumsulfatisomorph sind und sich in 2 Teilen kaltem Wasser lösen. Die Farbeder Lösung ist außerordentlich intensiv und noch in einer Verdünnungvon 1:40000 deutlich wahrnehmbar. Das trockne Salz färbt sichbeim Erhitzen rot, nimmt aber beim Erkalten wieder die gelbe Farbe an.
Das Kaliumdichromat, Kalium dichromicum, bildet rote, luft-beständige Kristalle, die sich in 10 T. kaltem und sehr leicht in sie-dendem Wasser, aber nicht in Weingeist, lösen. Beim Erhitzenschmelzen sie zu einer braunroten Flüssigkeit. Die wässerige Lösungbesitzt schwach alkalische Reaktion, es findet also Hydrolyse unterBildung von Hydroxyljonen statt (S. 199). Versetzt man die rote Lösungdes Dichromats mit Kalilauge, so wird sie gelb, die Dichromatjonengehen also in Chromatjonen über, beim Ansäuern der gelben Lösungfindet der umgekehrte Vorgang statt:
K>Cr,0 7 4- 2KOH = 2K„Cr0 4 -f ILO2K 2 Cr0 4 -f 2HCl = K 2 Cr 2 0, -j- 2KCl '+ ILOoder als Jonengleichung:
Cr,0 7 " + 2 OH' = 2 Cr0 4 " + ILO2 CrO/' -}- 2H" = Cr s 0 7 " + H 2 Ö.Eine Bildung von sauren Salzen, entsprechend dem sauren schwefel-sauren Natrium, NaHS0 4 , findet also bei der Chromsäure nicht statt,obwohl sie als zweibasische Säure solche Salze voraussehen läßt.
Das Kaliumdichromat entwickelt beim Erwärmen mit SalzsäureChlor:
K 2 Cr 2 0 7 + 14 HCl = 2 KCl -f 2CrCl 3 + 7H 2 0 -|- 6C1und beim Erwärmen mit Schwefelsäure Sauerstoff:
K 2 Cr 2 0 7 + 4H 2 S0 4 = K 2 S0, + Cr 2 (S0 4 ) 3 -f 4H 2 0 -f 3 O.Viel schneller verlaufen beide Reaktionen bei Gegenwart einer leichtoxydierbaren Verbindung, die sich mit dem naszierenden Sauerstoffoder Chlor sofort umsetzt, z. B. Alkohol. Es ist das ein Fall desallgemeinen Gesetzes, daß jede Reaktion erleichtert wird, wenn einsder Beaktionsprodukte sofort entfernt wird (S. 125). Sehr leicht wirddie Reduktion zu Chroinisulfat in schwefelsaurer Lösung durchschweflige Säure bewirkt:
K 2 Cr 2 0 7 -f H 2 SO, -4- 3H 2 S0 3 = KoSO* -4- Cr 2 (S0 4 ) 3 -f 4H 2 0.Diese Reaktion dient zur Darstellung des Chromalauns, der beim Ein-dampfen der Lösung auskristallisiert. Bei allen diesen Umsetzungenfindet Übergang des sechswertigen Chroms in das dreiwertige statt.