Aluminium.
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Phosphorsalzperle, zur Erkennung mancher Metalle benutzt wird. Aufderselben Eigenschaft des Borax beruht auch seine Verwendung zumLöten schwer schmelzbarer Metalle. Das Lot, ein leicht schmelzbaresMetall, wird mit Borax vermischt zwischen die zu verbindenden Metall-stücke gebracht und zum Schmelzen erhitzt. Damit die Metalle festzusammenkitten, muß ihre Oberfläche an der Berührungsstelle mitdem Lot frei von Oxyden sein, was dadurch bewirkt wird, daß derBorax die Oxyde auflöst. Da er die Fähigkeit besitzt, mit BasenGläser zu bilden, dient er auch zur Herstellung mancher Glassorten,von Glasuren und Email. Zum Steifen der Wäsche dient er wegenseiner Eigenschaft, in seinem Kristallwasser zu schmelzen und beimErkalten der Wäsche Glanz und Steifheit zu verleihen. In der Medizinwird er als gelinde wirkendes Antiseptikum und als säuretilgendesMittel benutzt.
Ein Boraxpentahydrat, NaoB^Oj- 5H 2 0, der sogenannte oktaedrischeBorax, scheidet sich oberhalb 60° aus der gesättigten Lösung ab.
Prüfung. Es ist Rücksicht zu nehmen auf eine Verunreinigung durch Calcium-U) id Magnesiumverbindungen, Soda, Sulfate, Chloride, Eisen und Metalle der Schwefel-wasserstoff gruppe.
Perborsäure. Eine Anzahl von Salzen leiten sich von der in freiem Zustandenicht bekannten Perborsäure oder Überborsäure, HB0 3 , ab, die als ein Superoxydder Metaborsäure, HB0 2 , zu beachten ist. Diese Salze, von denen das Natriumperborat,NaBO :i -4H 2 0, das bekannteste ist, entstehen durch Einwirkung von Wasserstoffperoxyd°der Natriumperoxyd auf Borate. Sie sind starke Oxydationsmittel, in der Wärme oderdurch Säuren werden sie unter Sauerstoffabgabe zersetzt, ihre Lösungen haben dieselbenchemischen Eigenschaften, wie die des Wasserstoffperoxyds.
Auch eine Verbindung des Bors mit Schwefel, das ßorsulfid, B 2 S 3 , ist bekannt,das beim Überleiten von Schwefeldampf über zum Glühen erhitztes Bor als eine weißeglasartige Masse entsteht.
Beim Erhitzen von amorphem Bor in Stickstoff entsteht Borstickstoff, BN, ein"Weißes, talkartiges, chemisch ziemlich indifferentes Pulver.
Aluminium, AI.
Atomgewicht 27,1.Das Aluminium kommt in sehr großer Menge, aber nur in Formseiner Verbindungen in der Natur vor. Es ist das verbreitetste allerMetalle und wird nur vom Sauerstoff und Silicium in bezug auf dieMenge des Vorkommens übertroffen. Als Oxyd, A1 2 0 3 , bildet es inkristallisiertem Zustande den Korund, dessen durchsichtige und schöngefärbte Exemplare als Bubin und Saphir bekannt sind. Eine kömige, oftverunreinigte Abart des Korunds ist der Schmirgel. Wasserhaltige Alu-'ttiniumoxyde sind der Diaspor, A1,0 3 • H 2 0, und der technisch wichtigeBauxit, A1 2 0 3 - 2H 2 0. Auch der aus Natriumaluminiumffuorid bestehendeKryolith, Na 3 AlF 6 , ist von technischer Bedeutung. Am weitesten ver-breitet sind die Doppclsilikate des Aluminiums, von denen der Kali-feldspat oder Orthoklas, KAlSi 3 0 8 , und der Natronfeldspat oder Albit,NaAlSi,0 8 , die bekanntesten sind. Der Feldspat bildet den Haupt-bestandteil des Granits, des Gneises und vieler anderer Gesteine,ein Aluminiummagnesiumsilikat ist der Glimmer. Durch Verwitterungdes Feldspats gehen die Alkalimetalle allmählich in Lösung und eshinterbleibt der Kaolin oder Porzellanton, Al,Si 2 0 7 - 2H 2 0. Durch diesenProzeß entstehen aus den feldspatführenden Gesteinen die verschie-denen Arten des Tons, die je nach ihrem Beinheitsgrad eine ver-