Bleisulfat, Bleinitrat, Bleikarbonat.
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als amorpher schwarzer Niederschlag fällt es aus den Lösungen derßleisalze durch Schwefelwasserstoff:
Pb(N0 3 ) 2 + H 2 S = PbS + 2HN0 3 .|n verdünnten Säuren ist es in der Kälte unlöslich, Salpetersäurelöst es beim Erwärmen zu Bleinitrat, konzentrierte Salpetersäureoxydiert es zu Bleisulfat.
Bleisulf'at, PbS0 4 , kommt als Bleivitriol in der Natur vor undJ s' dem Schwerspat isomorph. Es wird durch Schwefelsäure undlösliche Sulfate aus den Lösungen der Bleisalze als schwerer, weißer,m Säuren fast unlöslicher Niederschlag gefällt:
Pb(NO s ), + H 2 SO, = PbS0 4 + 2HNO,oder Pb"-4-S0 4 " = PbS0 4 .
-" Wasser ist es sehr wenig löslich, hingegen löst, konzentrierteSchwefelsäure merkliche Mengen auf. Auch Natronlauge löst dasöleisulfat:
PbS0 4 -f 4NaOH = Pb(ONa), -f Na 2 S0 4 + 2 H 2 0.Ammoniak wirkt nicht lösend, wohl aber nach Zusatz von Weinsäureinfolge der Bildung einer komplexen Säure, da sich das Blei mit demAnion der Weinsäure zu einem komplexen Anion vereinigt.
Bleinitrat, Pb(N0 3 ) 2 , entsteht bei der Auflösung des Bleis unddes Bleioxyds in verdünnter Salpetersäure. Es löst sich in 8 TeilenWasser, ist auch in verdünnter Salpetersäure ziemlich leicht löslich,n icht aber in konzentrierter, so daß es durch diese aus Bleisalzlösungengefällt wird. Beim Glühen geht es in Bleioxyd über.
Bleikarbonat, PbCO :! , kommt als Weißbleierz in der Natur vorUn d ist isomorph mit Witherit und Aragonit. Künstlich erhält mane s durch Fällung einer Bleisalzlösung durch Ammoniumkarbonat. DasBleikarbonat besitzt, wie das Magnesiumkarbonat, eine große Neigungzur Hydrolyse, durch Kalium- und Natriumkarbonat wird daher ausden Bleisalzlösungen basisches Karbonat gefällt, das ein Gemisch vonßleikarbonat und Bleihydroxyd in wechselndem Verhältnis darstellt.(S. 340). Basisches Karbonat ist auch das Bleiweiß, das als Malerfarbeu nd unter dein Namen Cerussa in der Medizin Verwendung findet,11 nd das technisch nach verschiedenen Methoden gewonnen wird, diesämtlich darauf beruhen, basisch essigsaures Blei durch Kohlensäurezu zerlegen. Nach dem heute am meisten angewandten VerfahrenWird Bleiazetat mit Bleioxyd und etwas Wasser verrieben und Kohlen-dioxyd darüber geleitet. Die Zusammensetzung, des Produkts istwechselnd, sie entspricht etwa der Formel- 2PbCÖ 3 + Pb(OH) 2 . BeimErhitzen geht das Bleiweiß in Bleioxyd über.
Das Bleiweiß besitzt von allen als Farbstoffe benutzten weißenSubstanzen die stärkste deckende Kraft, es ist daher eine sehr ge-schätzte Malerfarbe (Kremser Weiß), doch wird es durch schwefel-Wasserstoffhaltige Luft bald gebräunt, auch ist es gesundheitsschädlichund wird daher häufig zweckmäßig durch Bariumsulfat oder Zinkoxydersetzt. Seine Verwendung zu medizinischen Zwecken hat sehr ab-genommen, es dient hauptsächlich zur Bereitung der Bleiweißsalbe,seine Anwendung zu kosmetischen Mitteln (Schminke) ist wegen seinerGiftigkeit gesetzlich verboten.
Das älteste holländische Verfahren zur Darstellung des Bleiweiß findet auchheute noch Anwendung, da es das als weiße Farbe am meisten geschätzte Präparat
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