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Zink.
Zink, sondern an dem andern Metall. Dieselbe Wirkung haben dieSalze solcher Metalle, die durch Zink aus ihren Lösungen gefälltwerden, wie Platinchlorid und Kupfersulfat, will man daher chemischreines Zink zur Wasserstoffentwicklung benutzen, wie es z. B. beider MARSH'schen Arsenprobe geschieht (S. 204), so „aktiviert" manes vorher, indem man es mit einer verdünnten (etwa 1/2prozentigen)Kupfersulfatlösung behandelt und mit Wasser abspült. Aus denLösungen der Salze der meisten Schwermetalle wird das Metall durchZink ausgefällt, indem dieses in Lösung geht, z. B.:
Zn -j- CuS0 4 = ZnSO, -f- Cuoder als Jonengleichung: Zn-{-Cu" = Zn"-f-Cu.Das Zink entzieht also dem Kupfer seine Jonenladung, es besitzt einegrößere Neigung, in den Jonenzustand überzugehen, als Kupfer, oderes besitzt die größere Lösungstension. Das ist bei der praktischenVerwendung des metallischen Zinks in Fällen, wo es mit andernMetallen in Berührung kommt, wohl zu beachten. Es schützt andereSchwermetalle vor der Auflösung, indem es selbst in Lösung geht,es bildet also, wenn es zum Überziehen kupferner oder eiserner Ge-räte benutzt wird, nicht nur ein mechanisches, sondern ein che-misches Schutzmittel; auch dann, wenn der Zinküberzug an einerStelle beschädigt ist, so daß das darunter liegende Metall zum Vor-schein kommt, wird es vom Wasser nicht angegriffen, solange nochZink vorhanden ist, dessen Auflösung dann aber schnell vonstattengeht (vgl. das umgekehrte Verhalten des Zinns S. 258). Auch in denLösungen der ätzenden Alkalien löst sich das Zink unter Wasserstoff-entwicklung :
Zn 4- 2NaOH = H 2 + (NaO),Zn.Diese Lösung enthält keine Zinkjonen, sondern das Kation Na' unddas Anion Zn0 2 ".
Das metallische Zink dient zur Herstellung von Gußwaren, alsZinkblech zum Dachdecken, als Schutzmittel für Eisen (galvanisiertesEisen), zu galvanischen Elementen und zur Darstellung zahlreicherLegierungen. Von diesen sind die wichtigsten das Messing (Zinkund Kupfer in wechselndem Verhältnis), Tombak (etwa 15 °/o Zinkund 85 0/0 Kupfer), Neusilber (etwa 20<Vb Nickel, 30o/ 0 Zink und 50 «oKupfer). Im Laboratorium findet das Zink zur Entwicklung von Wasser-stoff, der Zinkstaub bei organischen Arbeiten als kräftiges Beduktions-mittel Verwendung.
Verbindungen des Zinks.
Die Reaktionen und Verbindungen des Zinks sind in vieler Hin-sicht denen, des Magnesiums sehr ähnlich, das wichtigste Unter-scheidungsmerkmal ist die Ausfällung von Zinksulfid aus der am-moniakalischen Lösung der Zinksalze durch Schwefelwasserstoff. Auchist das Zinkhydroxyd eine viel schwächere Base, so daß die Zinksalzezum Teil in wässeriger Lösung hydrolytisch gespalten sind und saureReaktion zeigen. Di© Zinksalze sind farblos, sofern sie nicht ausgefärbten Säuren entstanden sind. Die löslichen Salze sind giftigund wirken brechenerregend, äußerlich angewandt wirken sie in kon-zentrierter Lösung ätzend, namentlich das Zinkchlorid kommt als Ätz-mittel in Betracht, in verdünnter Lösung wirken sie adstringierendund desinfizierend.