Zink.
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Silber an. Ihr elektropositiver Charakter ist erheblich schwächer aus-geprägt, so daß die Hydroxyde dem Wasser keine alkalischeReaktion mehr erteilen. Sie bilden zweiwertige, das Quecksilber aucheinwertige Jonen.
Zink, Zn.
Atomgewicht 65,37.
Das Zink, das in seinen Legierungen, z. B. Messing, schon imAltertume bekannt war, findet sich in Gestalt verschiedener Mineraliensehr reichlich in der Natur. Es bildet als Sulfid oder Zinkblende,^nS, als Karbonat oder Galmei, ZnC0 3 , als Silikat oder Kieselzinkerzund auch als Oxyd ergiebige Lager, in Europa namentlich in Ober-schlesien und an der deutsch-belgischen Grenze. Spurenweise solldas Zink in der Asche der meisten Pflanzen enthalten sein. ZurGewinnung des Metalls werden die Erze geröstet, wobei das Sulfidund das Karbonat in Oxyd übergehen:
ZnS-f 30 = ZnO + SO<>ZnCO a = ZnO + C0 2 ,das Oxyd wird durch Erhitzen mit Kohle reduziert:
ZnO + C — Zn + CO.^e Reduktion des Zinkoxyds erfolgt unter starkem Wärmeverbrauch,"nd sie kann, wie alle endothermen Reaktionen, nur bei hoher Tem-peratur vor sich gehen, bei der das Zink verdampft. Man erhitztdaher das Gemisch von geröstetem Zinkerz mit Koks in tönernenRöhren, die mit einer Vorlage versehen sind, in der sich das über-destillierende Zink verdichtet. Ein Teil scheidet sich hierbei infolgeschneller Abkühlung in fein verteiltem Zustande als Zinks taub ab,der indessen reichliche Mengen Zinkoxyd enthält, später sammelt sichdas Zink in geschmolzenem Zustande in der Vorlage an und wird inHatten gegossen. Dieses rohe Zink enthält noch Blei, Eisen, Arsenu nd andere Verunreinigungen, von denen es durch Umschmelzen undwiederholte Destillation getrennt wird. Neuerdings gewinnt manmetallisches Zink auch durch Elektrolyse seiner Salzlösungen.
Das Zink besitzt eine große Kristallisationsfähigkeit, es ist vongrauweißer Farbe und starkem Metallglanz, hat das spezifische Ge-richt 7, schmilzt bei 419° und siedet bei 930°. Die Bestimmung desspezifischen Gewichts des Zinkdampfs ergab seine Dichte zu 65,4 (be-logen auf 0 2 = 32), dies ist aber auch das Atomgewicht des Ele-ments, die Zinkmolekel ist also einatomig. Bei gewöhnlicher Tem-peratur ist das Metall ziemlich spröde, bei 150° ist es hämmerbar undfaßt sich zu Blech auswalzen, oberhalb 200° wird es wieder so spröde,daß es sich im Mörser zerstoßen läßt. Durch Eingießen des ge-schmolzenen Zinks in Wasser erhält man das granulierte Zink.
An der Luft erhitzt, verbrennt das Zink mit heller bläulicher. jamme unter Ausstoßung eines weißen Rauchs von Zinkoxyd. Reines■ asser wird durch Zink nicht zersetzt, hingegen löst es sich in ver-dünnten Säuren leicht auf unter* Entwicklung von Wasserstoff. Übrigensreagiert reines Zink nur langsam mit reinen verdünnten Säuren, bringtm an es aber mit einem Stückchen Platin oder Kupfer in Berührung,so findet lebhafte Wasserstoffentwicklung statt. Es entsteht dann eingalvanisches Element und der Wasserstoff entwickelt, sich nicht am