Radium.
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(137,37). In derselben Reihenfolge ändern sich viele ihrer Eigen-schaften, z. B. ihre spezifischen Gewichte. Die Löslichkeit der Sulfateund Chromate nimmt vom Calcium über das Strontium zum Bariumab, während die der Hydroxyde, Chloride, Nitrate und Oxalate inderselben Reihenfolge steigt. Das Strontium steht also in allen Eigen-schaften zwischen den beiden andern Elementen. Die folgende Tabellegibt eine Übersicht über diese Verhältnisse:
Löslichkeit des
Atomgewicht
Spez. Gew.
Hydroxyds Sulfats
Calcium 40,9
1,52
1 :700 1 : 400
Strontium 87,62
2,5
1 : 50 1 : 7000
Barium 137,37
4
1 : 20 1 : 400000
Die Hydroxyde sind starke Basen, und zwar ist die basischeNatur, wie bei den Alkalimetallen, bei dem Element mit dem höchstenAtomgewicht am meisten ausgeprägt. Die Spaltung des Hydroxydsln Oxyd und Wasser und ebenso die des Karbonats in Oxyd undKohlendioxyd ist am leichtesten beim Calcium, am schwierigsten beimßarium. Viele gleich zusammengesetzte Salze der drei Elemente sindisomorph, so die drei natürlich vorkommenden Sulfate Anhydrit,Cölestin und Schwerspat und die Karbonate Aragonit, Strontianit undWitherit.
Radium, Ra.
Atomgewicht 226,4.Dem Barium steht in seinen chemischen Eigenschaften das Radiumsehr nahe, das nur in äußerst geringer Menge vorkommt, aber durchseine physikalischen Eigenschaften, die sogenannte Radioaktivität,seit seiner im Jahre 1898 erfolgten Entdeckung das größte Interesseerweckt, hat. Nachdem Becquerel erkannt hatte, daß die Uranver-bindungen Strahlen aussenden, die den Röntgenstrahlen ähnlicheEigenschaften besitzen, also durch undurchsichtige Gegenstände hin-durch auf die photographische Platte zu wirken und Gase elektrischleitend zu machen vermögen, gelang es dem Ehepaar Curie, aus den»Jransalzen ein neues Element, das Radium, zu isolieren, dem dieAussendung der neuen Strahlen zuzuschreiben ist. Das Radium istbisher nur als Begleiter des Urans aufgefunden worden, die Er-scheinung der Radioaktivität aber ist sehr verbreitet, und es ist sehrWahrscheinlich, daß es spurenweise überall in der Erdrinde vor-kommt. Zur Gewinnung des Radiums, das bisher höchstens in Mengenvon einigen Dezigrammen zu wissenschaftlichen Untersuchungen zurVerfügung stand, dient die in Joachimsthal in Böhmen vorkommendet^echblende, die schon seit langer Zeit auf Uransalze verarbeitet wird.Die Pechblende besteht im wesentlichen aus Uranoxyd, Ur 3 0 8 , enthältaber auch noch viele andere Mineralien. Das Radium wird nebstdem stets vorhandenen Barium als unlösliches Sulfat abgeschieden,die Sulfate werden in Bromide übergeführt und das Radiumbromidj^rd durch fraktionierte Kristallisation vom Bariumbromid getrennt.Eine Tonne Pechblende liefert etwa 0,01—0,02 g Radiumbromid. Unterc| er Annahme, daß dem Radiumchlorid die Formel RaCl, zukommt,wurde aus seinem Gehalt an Chlor das Atomgewicht des Radiumszu 226,4 bestimmt. Radiumsalze färben die Flamme des Bunsen-