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Grundriß der organischen Chemie
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säure HCN, die beim Verseifen-in AmeisensäureHCOOH übergellt, ist also deren Mtril, und das Cyan-gas (GN) 2 das Mtril der Oxalsäure (COOH) 2 , daimmer einfach dem GN des Nitrils das COOH der za-gehörigen Säure entspricht. Durch Umkehrung derReaktion sind die Nitrile mittels Wasserabspaltung ausden Säureamiden darstellbar.

§ 12.

Alkohole.

Die Alkohole sind charakterisiert durch die allenzukommende GruppeOH 1 ). Alle Alkohole ent-halten dieses EadikalOH, und jeder Körper,der die GruppeOH enthält, ist im weitestenSinne ein Alkohol. Da wir jetzt nur von Körpernmit einem Substituenten, von den Monoderivatender Grenzkohlenwasserstoffe sprechen, so können wirden Alkoholen, die jetzt besprochen werden sollen, dieallgemeine Formel O n H 2 n + iOH oder einfach EOH geben.Wir nennen sie einwertige Alkohole, da sie die charakte-ristische Gruppe OH nur einmal enthalten. Nehmen wirnun z. B. den gewöhnlichen Alkohol von der FormelC 2 H 0 OH,soist dessen Konstitutionsformel: CH 3 CH»OH.

§13.

In diesem Alkohol ist also ein Alkylrest (indiesem Falle CH 3 ) mit der Gruppe CH 2 OH verbunden.Nun können wir aber für dieses Alkyl jeden beliebigenWert O n H 3n + i, z.B. 0 2 H 3 , C 4 H 9 , 0 18 H 8 , usw. einsetzen;

x ) Es muß nachdrücklich darauf hingewiesen werden, daßdiese alkoholische Hydroxylgruppe, auch Enolgruppe genannt,nichts zu tun hat mit dem OH'Ion der basischen Stoffe(vgl. Anorg. Chem.), wie es auch bei organischen Stoffenvorkommt. Die Körper mit alkoholiuchem Hydroxyl sind prak-tisch nicht elektrolytisch dissoziiert, keineBasen. Im Gegenteil istdas H der OH-Gruppe häufig durch Metall ersetzbar, wenn manz. B. Natrium in Alkohol autlöst.