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der Luft und des Wassers, sowie der meistenmineralischen und organischen Stoffe.
Darstellung: 1) Aus Quecksilberoxyd durch Er-hitzen auf 400° (historische Darstellung-):
HgO = Hg+0.
2) Aus chlor saurem Kalium durch Erhitzen(gewöhnliche Darstellung):
KC10s = KCl + 30.i) £*fc
Eigenschaften: Farbloses, geruch- und geschmack-loses Gas. Wenig löslich in Wasser.
Kritische Temperatur — 118°. Flüssiger Sauer-,stoff siedet unter dem Druck einer Atmosphäre bei— 184°.
Chemisches Verhalten: Der Sauerstoff geht mitallen Elementen, außer dem Fluor, Verbindungenein; mit den meisten läßt er sich direkt, und zwarhäufig unter Licht- und Wärmeerscheinungen, ver-einigen; die Stoffe verbrennen im Sauerstoff. Dadie Luft 21°/o Sauerstoff enthält, so gehen dieseVerbrennungserscheinungen vielfach, wenn auch mitgeringerer Intensität, auch an der Luft vor sich.Andere „Verbrennungs"vorgänge vollziehen sichohne Erwärmen, das Eisen verbindet sich z. B.an feuchter Luft mit Sauerstoff, es rostet. Auchdie tierische Atmung ist ein solcher langsamer Ver-brennungsprozeß. Die Vereinigung mit Sauerstoffnennt man Oxydation. Die Oxyde der Metallebilden meist durch Wasseraufnahme Hydroxyde
1) Eigentlich muß man, da ja freie Sauerstoffatome nichtexistenzfähig sind, so schreiben:
2KC10 3 = 2KC1 + 30ss.
Doch schreibt man der Bequemlichkeit halber die Gleichungenoft in dieser einfacheren Form, wenn nur die Art der Reaktionund die relativen Gewichtsmengen ausgedrückt werden sollen.Diese Gleichungen sind also nur unter Vorbehalt richtig.