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Eigenschaften: Farbloses, an der Luft stark rauchen-des Gas von stechendem Geruch. Sehr leicht lös-lich in Wasser zu der sog. „Salzsäure" (acidumhydrochloricum). Bei 1 1'0" destilliert konstant einewässerige Säure von ca. 20% Gehalt über, die imHandel die sog. konz. Salzsäure darstellt.
Chemisches Verhalten: Die wässerige Salzsäurelöst sehr viele Metalle, z. B. Zink, Eisen; nichtSilber, Gold, Platin.
Verwendung: Die wässerige Salzsäure, die bei demLeblancschen Sodaprozeß (s. d.) in großem Maß-stabe als Nebenprodukt gewonnen wird, findet imtechnischen Betrieb ausgedehnte Verwendung. Inder Medizin wird sie als Mittel zur Beförderung derVerdauung angewendet, da sie pl^siologisch imMagensaft vorkommt (ca. 0,2%).
Bromwasserstoff.
HBr. Mol G. 81. Gasdichte -10.5.Entsteht aus Wasserstoff und Brom erst bei Rotglut.Darstellung: Aus Phosphortribromid und Wasser:
PBra + ?,H 2 0 = P(OH) 3 -f 3HBr.Eigenseh. Farbloses, stark rauchendes Gas. Leicht löslich inWasser.
Jodwasserstoff.
HJ. Mol. G. 127 5. Gasdichte 03.75.Jod und Wasserstoff vereinigen sieh sehr schwer.Darstellung: Aus Phosphortrijodid und Wasser, auch ausJod und Schwefelwasserstoff:
H 2 S + Ji = 2HJ + S.Ei gen seh. Farbloses, stark rauchendes Gas; leicht löslich inWasser. Die wässerige Lösung zersetzt sich schnell, nament-lich beim Erwärmen. Es wirkt stark reduzierend.
Sauerstoffverbindungen der Halogene.
Fluorverbindungen sind unbekannt. Die Jodver-bindungen sind beständiger als die Brom- und Chlor-verbindungen. Man kennt je vier Oxydationsstufen,von denen drei säurebildend auftreten. In den Sauer-