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Durch Zusatz verdünnter Schwefelsäure wird oxalsaurer Kalkebenso wie kohlensaurer Kalk unter Gasentwicklung in Gipsnadeln um-gewandelt.
Eine übermäßige Produktion von oxalsaurem Kalk kann leicht zuSteinbildung Veranlassung geben.
Schwefelsaurer Kalk [Gips, Calciumsulfat] (Tafel III.)
ist in Sedimenten, und dann nur im sauren Harne, eine äußerst selteneErscheinung; auch sind in der Literatur nur wenige Fälle verzeichnet.
Schwefelsaurer Kalk scheidet sich in Form von Nadeln oder sehrdünnen Prismen aus, welche nicht selten zu regelmäßigen Rosetten ver-einigt sind. Bei größeren Kristallen kann man schief abgehackte Endenunterscheiden, die mitunter abgerundet erscheinen.
Die Kristalle von schwefelsaurem Kalk sind denen des phosphor-sauren Kalkes nicht unähnlich, unterscheiden sich aber von ihnen durchdie Unlöslichkeit in Essigsäure und Schwefelsäure.
Kohlensaurer Kalk [Calciumcarbonat] (Tafel II.)
ist nur selten im neutralen Harne vorhanden, gewöhnlich nur im al-kalischen, und scheidet sich im Sedimente in Form von kleinen weißenKugeln aus, welche nicht selten zusammengehäuft sind oder zu zweienvereinigt in Form von Hanteln. Kristallformen sind sehr selten.
Im Harne der Pflanzenfresser ist kohlensaurer Kalk in großerMenge vorhanden.
Er löst sich unter Aufbrausen in Salzsäure.
In verdünnter Schwefelsäure löst sich kohlensaurer Kalk unterEntstehung von Gasblasen (Kohlensäure) und nach einiger Zeit kristal-lisiert der sich dabei bildende schwefelsaure Kalk zumeist in zu Kosettenverbundenen Nadeln aus.
Phosphorsaure Salze (Phosphate).
Es sind teils Natriumverbindungen (Alkaliphosphate), teils Kalk-und Magnesiaverbindungen (Erdphosphate). Sie befinden sich im saurenHarne in Lösung.
Amorphe Phosphate sind neutrale oder basische phosphorsaureErden, welche meist nur in alkalischem, seltener in amphoterem Harnevorkommen. Sie bilden farblose Massen, welche aus kleinen Körnchenoder Kugelchen verschiedener Größe bestehen und in ihrer Form an dieamorphen harnsauren Salze (Urate) erinnern. Von den letzteren unter-