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Synthese stickstoffhaltiger Fettsäurederivate.
herrschende Druck unabhängig von der angewandten Temperatur zu gestalten.Das Ammoniakgas bewegt sich in diesem Prozeß im Kreislauf und kehrtstets trocken in das Reaktionsgefäß wieder zurück; hierdurch wird es voll-kommen und wirtschaftlich ausgenützt.
Aus der Fig. 19 ist die zu diesem Verfahren erforderliche Einrichtung ersichtlich.Sie besteht nach der Patentbeschreibung aus einem heizbaren geschlossenen Gefäß a,z. B. einem Autoklaven, welches einerseits durch eine bis dicht an seinen Boden reichendeLeitung 6 mit einer Förderpumpe c, andererseits durch eine in seinem Deckel d mün-dende Leitung e mit einer Trockenvorrichtung / verbunden ist. Der innere Raum derTrockenvorrichtung / steht durch eine Leitung g mit der Saugleitung h der Pumpe cund mit der Anschlußleitung i eines Ammoniakbehälters k in Verbindung. An der Kreu-zungsstelle der Leitungen g, h und i ist zweckmäßig ein Dreiweghahn m eingeschaltet.Zur Durchführung des Verfahrens wird das heizbare Reaktionsgefäß a mit einertechnischen Fettsäure, z. B. Stearinsäure beschickt und auf die geeignete Temperatur
erhitzt. Hierauf wird aus derAmmoniakflasche k durchdie Leitungen i, h und 6bei gleichzeitiger Inbetrieb-setzung der Pumpe c trocke-nes Ammoniakgas in die Be-schickung des Gefäßes a ein-geleitet. Das überschüssigeAmmoniak steigt in der ge-schmolzenen Masse empor,führt das sich bildende Re-aktionswasser mit, gelangtsodann mit letzterem durchdie Leitung e in die Trocken-Vorrichtung /, wo es durchgeeignete Stoffe, z. B. Atz-kalk, vom mitgerissenenWasser befreit wird. Daswasserfreie Ammoniak ge-langt weiterhin durch dieLeitung g in die Saugleitung h der Pumpe zurück und kann neuerlich verwendet werden.Das in dem Gefäß a von der Fettsäure aufgenommene Ammoniakgas wird durch dasaus dem Behälter k in die Leitung h übertretende Ammoniak ersetzt.
Die Pumpe c sorgt dafür, daß das Ammoniakgas sich stets in der beschriebenen,durch Pfeile bezeichneten Richtung bewegt. Der in der Apparatur herrschende Druckrichtet sich nach dem Druck in dem Vorratsbehälter k und kann durch Erwärmen oderAbkühlen des letzteren nach Bedarf erhöht oder verringert werden.
Stearinsäureamid wurde als Papierleimstoff 1 und als Beizmittel 2empfohlen. Speziell für den erstgenannten Zweck hat sich nicht geringes Inter-esse gezeigt. Noch größere Eignung zeigen aber die Fettsäureamide alsWollschmälzmittel, da sie ebenso wie Anilide die Fähigkeit besitzen,mit geringen Mengen fettsaurer Alkalien und Wasser Fette und Öle voll-kommen und dauerhaft zu emulgieren. Insbesondere Emulsionen, welcheErdnußöl, Olivenöl und Wollfett eventuell auch Glycerin enthalten, werden
Fig. 19.
1 Amer. Patent 757 948 v. 19. April 1904.a Amer. Patent 767 114 v. 9. August 1904.