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Die Elemente der Entwicklungslehre des Menschen und der Wirbeltiere : Anleitung und Repetitorium für Studierende und Ärzte
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Die Organe des Zwischenblattes oder Mesenchyms.

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verbunden. Die folgenden Schlundbogen haben dagegen das Gemein-same, daß ihre beiden, in mehrere Stücke gegliederten Seitenhälftenventralwärts durch ein unpaares Verbindungsstück, die Copula, in ähn-licher Weise wie die ventralen Rippenenden durch das Brustbein zu-sammenhängen. Die Stücke des Zungenbeinbogens bezeichnet man inder Reihenfolge von oben nach unten als Hyomandibulare und Hyoidund die Copula als Os entoglossum.

Bei den Säugetieren und dem Menschen (Fig. 176, 200, 201) werdenim häutigen Zustand ähnliche Gebilde wie bei den Selachiern angelegt,gehen aber in der Folgezeit nur zum kleinen Teil in knorpelige Stückeüber, die auch ihrerseits niemals eine ansehnlichere Entfaltung erlangenund zugleich ihre ursprüngliche Funktion eingebüßt haben. Sie helfenden Gesichtsteil des Kopfskeletts bilden. Zum Teil haben sie uns schonin früheren Kapiteln bei Besprechung des Kopfdarms und des Geruchs-organs beschäftigt.

Wie schon auf S. 200 hervorgehoben ist, wird bei sehr jungenmenschlichen und Säugetier-Embryonen die Mundöffnung von derSeite und von unten durch die paarigen Oberkiefer- und Unterkiefer-fortsätze begrenzt (Fig. 191). Die Oberkieferfortsätze stehen in derMedianebene weit auseinander, indem sich von oben her der unpaareStirnfortsatz zunächst als ein breiter, hügeliger Vorsprung zwischensie hineinschiebt. Später wird der Stirnfortsatz gegliedert, indem sichauf seiner gewölbten Fläche die beiden Geruchsgrübchen mit den zumoberen Mundrand führenden Nasenrinnen entwickeln (vergl. S. 344);er zerfällt dann in die äußeren und die inneren Nasenfortsätze. Dieäußeren Nasenfortsätze werden vom Oberkieferfortsatz durch eineRinne getrennt, welche vom Auge zur Nasenfurche führt und die ersteAnlage des Tränenkanals ist.

Auf den ersten Schlundbogen folgt nach hinten der Zungenbein-bogen (Fig. 200, 203, 416 zb), getrennt durch eine kleine Schlundspalte,welche zur Paukenhöhle und Ohrtrompete wird. An ihn schließen sichnoch drei weitere Schlundbogen an mit drei Schlundfurchen (resp. Spalten,welche nur von kurzem Bestand sind.

Auf einem späteren Stadium finden Verschmelzungen zwischen•den Fortsätzen statt, welche die Mundöffnung umgeben (Fig. 357).Indem die Oberkieferfortsätze sich weiter nach innen vorschieben,treffen sie auf die inneren Nasenfortsätze, verwachsen mit ihnen underzeugen einen zusammenhängenden oberen Mundrand. Dabei wirdjedes Geruchsgrübchen mit der Nasenrinne in einen Kanal umgewandelt,der mit einer inneren Öffnung dicht hinter dem Oberkieferrand in dieMundhöhle führt. Auch verlieren die häutigen Ober- und Unterkiefer-ränder ihre oberflächliche Lage, indem die sie überziehende Haut sichin Falten nach außen erhebt und die Lippen bildet, welche von jetzt ab•die Begrenzung der Mundöffnung übernehmen.

Ein drittes Stadium führt mit der Entwicklung des Gaumens•die Anlage des Gesichts im wesentlichen ihrer Vollendung entgegen (vgl..S. 347, 348). Vom häutigen Oberkiefer nehmen zwei nach innen in dieMundhöhle vorspringende Leisten ihre Entstehung (Fig. 357, 358) undvergrößern sich zu den in horizontaler Richtung sich ausbreitendenGaumenplatten. In der Medianebene treten sie zusammen und ver-schmelzen untereinander und mit dem mittleren Teil des Stirnfortsatzes,•der sich mittlerweile unter Vergrößerung des Geruchsorgans zur Nasen-:scheidewand verdünnt hat (Fig. 360). So ist von der primären Mund-