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Zwölftes Kapitel.
die obere Fläche sich schlägt und sie vom primären Zwerchfell bis aufzwei Bänder, die sich zwischen beiden ausspannen, ablöst. Ein Zusammen-hang erhält sich erstens in dem schon früher (S. 230) besprochenenLigamentum Suspensorium hepatis und zweitens nahe der hinterenRumpfwand in dem Kranzband (Lig. coronarium hepatis), welchesin dem Abschnitt, der über den Bandapparat der Leber gehandelt hat.(S. 230), unberücksichtigt bleiben mußte.
Das Zwerchfell erhält schließlich noch seine bleibende Beschaffen-heit, indem von der Rumpfwand Muskeln, die Abkömmlinge zweierHalsmyotome (Kollmann), in die Bindegewebslamelle hineinwachsenund sie in zwei Blätter spalten, in die Pleura diaphragmatica und inden Bauchfellüberzug.
B. Die ersten Entwicklungszustände der großen Gefäße.Dotterkreislaut, Allantois- und Placentarkreislauf.
Zur Zeit, wo das Herz noch ein einfacher Schlauch ist, setzt essich an beiden Enden in Blutgefäßstämme fort, die sich gleichzeitigmit ihm angelegt haben. Das vordere o der arterielle Ende des Herz-schlauchs verlängert..,sich.jn ein unpaares Gefäß, den Truncus arte-riös us, der noch unterhalb der Kopfdarmhöhle nach vorn verläuft.Der Truncus teilt sich in der Gegend des ersten Schlundb ogens in zweiSchenkel, welche von links nach rechts her die Kopfdarmhöhle um-fassen und zur Rückenfläche des Embryo im Bogen emporsteigen. Hierbiegen sie um und verlaufen dann in der Längsachse des embryonalenKörpers bis zum Schwanzende nach rückwärts. Die beiden Gefäßesind die primitiven Aorten (Fig. 137 u. 147 ao); sie nehmen oberhalbdes Darmdrüsenblattes, zu beiden Seiten der Chorda dorsalis, ihrenWeg unter den Rückensegmenten. Sie geben seitliche Äste ab, unter denensich bei den Amnioten die Arteriae omphalo-mesentericae durchbedeutendere Größe auszeichnen. Diese begeben sieh zum Dottersackund führen zum größten Teil das Blut aus den beiden primitiven Aortenin den Gefäßhof hinein, wo es den Dptterkreislauf durchmacht.
Beim Hühnerembryo, dessen Verhältnisse ich der Darstellung zugrundelegen will (Fig. 386), verlassen die beiden Dotterarterien R.Of.A, L.of.Adie Aorten in einiger Entfernung von ihrem Schwanzende und tretenzwischen Darmdrüsenblatt und viszeralem Mittelblatt seitwärts ausder embryonalen Anlage in den hellen Fruchthof hinein, durchsetzenihn und verteilen sich im Gefäßhof. Sie lösen sich hier in ein enges Netzvon Gefäßröhren auf, die, wie ein Durchschnitt (Fig. 147) zeigt, zwischendem Darmdrüsenblatt und viszeralen Mittelblatt im Mesenchym liegenund nach außen gegen den Dotterhof durch ein größeres Randgefäß(Fig. 386 ST), den Sinus terminalis , scharf abgegrenzt sind. Der Sinusbildet einen geschlossenen King mit Ausnahme einer kleinen Stelle,die nach vorn und da gelegen ist, wo sich die vordere Amnionscheideentwickelt hat. Aus dem Gefäßhof sammelt sich das Blut in mehreregrößere Venenstämme, durch die es zum embryonalen Herzen zurück-geführt wird, in die Venae vitellinae anteriores, laterales undposteriores. Sie alle vereinigen sich in der Mitte des embryonalenKörpers jederseits zu einem unpaaren, starken Stamm, der Venaomphalomesenterica (R.Of u. L.of), die in das hintere Ende desHerzens (H) eintritt.