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Elftes Kapitel.
spurlos verschwunden und durch das angrenzende Mesenchym gewisser-maßen resorbiert worden ist.
Auf diese Weise ist die primitive Mundhöhle in zwei übereinandergelegene Etagen getrennt worden. Die obere Abteilung gesellt sichzum Geruchsorgan hinzu, zu dessen Vergrößerung sie beiträgt; sie wirdvon dem Raum, der aus dem ursprünglichen Geruchsgrübchen ent-standen ist, von dem Geruchslabyrinth, als Nasen rachengang unter-schieden. Dieser mündet nach hinten durch die Choanen in die Rachen-höhle. Die untere Abteilung wird zur sekundären Mundhöhle. Die Scheide-wand, die sich von den Oberkieferfortsätzen aus gebildet hat, ist derGaumen, der später, wenn sich die Kopfknochen entwickeln, sich inden harten und den weichen Gaumen scheidet. Von der Gaumen-spalte, welche bei jungenEmbryonen den Gaumenvon vorn nach hintendurchsetzt und Mund-und Nasenhöhle verbindet(Fig. 358), erhält sich
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Fig. 358.
Fig. 359.
Fig. 358. Schnitt durch das Geruchsorgan eines [menschlichen Embryo von28 mm Länge. Nach Peter.
Jo ,TAC0BSONsches Organ, Jk jAcoBSONscher Knorpel, mni Meatus nariuminf., Mt Maxilla turbinalis, Pp Processus palatinus.
Fig. 359. Querschnitt durch den Kopf eines Schweine-Embryo, an dem die epi-theliale Gaumennaht gut ausgeprägt ist. Nach Hertwig.
gn Gaumennaht, [zl Zannleiste.
bei den meisten Säugetieren ein kleiner Teil offen und stellt den Nasen-gaumengang oder den STENSONschen Gang dar. Durch ihn kannman mit einer Sonde aus der Nasenhöhle in die Mundhöhle gelangen.Beim Menschen schließt sich der STENSONSche Gang noch während desembryonalen Lebens, doch erhält sich im Gaumenfortsatz des knöchernenOberkiefers an der entsprechenden Stelle eine von Bindegewebe. Ge-fäßen und Nerven ausgefüllte Lücke, der Canalis incisivus.
Wo STENSONSche Gänge vorhanden sind, finden sich in ihrerNähe 'die Jacobsons chen Organe. Es sind Bildungen, welche beiden Embryonen aller Amnioten frühzeitig angelegt werden, und zwarals kleine Ausstülpungen an der medianen Wand des Riechsäckchens(Fig. 354/). Beim Menschen (Fig. 358 Jo) wandeln sie sich in einenfeinen Schlauch um, der etwas oberhalb des Canalis incisivus „dicht, an