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Die Elemente der Entwicklungslehre des Menschen und der Wirbeltiere : Anleitung und Repetitorium für Studierende und Ärzte
Entstehung
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Die Organe des äußeren Keimblattes.

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verbinden sich die neu entstandenen Fasern zu Blättern, die in Schichtenübereinander liegen und sich an mazerierten Linsen wie die Schaleneiner Zwiebel ablösen lassen. Alle Fasern (Fig. 334//', If") reichen vonder vorderen bis zu der hinteren Fläche und treffen an ihnen mit ihrenvorderen resp. hinteren Enden in regelmäßigen Linien zusammen, welchebeim Embryo und beim Neugeborenen zwei dreistrahlige Figuren, diesogenannten Linsensterne (Fig. 334 vst u. hst) darstellen. Diese zeigendie Eigentümlichkeit, daß ihre Strahlen an der vorderen und an derhinteren Linsenfläche alternierend gestellt sind, derart, daß die ^dreiStrahlen des einen Sterns die Zwischenräume der drei Strahlen desanderen Sterns halbieren. Beim Erwachsenen wird die Figur eine kom-pliziertere, indem an jedem der drei Hauptstrahlen noch seitliche Strahlenentstehen.

Beim Erwachsenen bestehen bekanntlich keine besonderen Er-nährungsvorrichtungen für die Linse, da sie sich nach erlangterGröße nur wenig verändert und je-denfalls nur einen geringen Stoff-wechsel besitzt. Anders liegt dieSache beim Embryo. Hier bildetsich zur Zeit des lebhafteren Wachs-tums auch ein besonderer Ernäh-rungsapparat; die Linse ist mit einerbesonderen Gefäß haut (Tunica vas-culosa lentis) versehen (Fig. 332 tv,333 g). Darunter versteht man einean Blutgefäßen reiche Bindegewebs-membran, welche, nach außen vonder Linsenkapsel gelegen, sie allsei-tig einschließt. Beim Menschen istsie im 2. Monat der Entwicklungbereits deutlich vorhanden. Ihre Ge-fäße stammen von der Arteria hya-loidea ab, die an der Papilla nervioptici sich von der Art. centralisretinae abzweigt und in gerademVerlauf durch den Glaskörper zurLinse geht (Fig. 335 A). An der hin-teren Wand derselben teilt sich die

Art. hyaloidea in stärkere Stämmchen, die, in zahlreichere, feinereZweige aufgelöst, sich um den Linsenäquator herumbiegen und nachder Mitte der vorderen Fläche verlaufen (Fig. 335 B). Hier hörensie in der Mitte der Pupille mit Endschlingen auf; auch gehen sie Ver-bindungen mit Gefäßen der mittleren Augenhaut, den Ciliararterien,ein (Fig. 333 x). Ihre größte Ausbildung erreicht die Gefäßhaut im7. Monat, von welcher Zeit an sie sich zurückzubilden beginnt. Ge-wöhnlich ist sie vor der Geburt vollständig verschwunden: nur in Aus-nahmefällen bleibt der Teil bestehen, welcher, auf der vorderen Linsen-fläche gelegen, das Sehloch ausfüllt und als Membrana pupillaris(Fig. 3354 u. B, Mp) unterschieden wird. Ihre Erhaltung beim Neu-geborenen bezeichnet man als Atresia pupillae congenita. GegenEnde des embryonalen Lebens hat übrigens auch die Linse selbst ihrHauptwachstum beendet. Denn nach Wägungen, die vom AnatomenHuschke angestellt worden sind, hat sie beim Neugeborenen ein Ge-

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Fig. 334. Schema zur Anordnungder Linsenfasern.

Man sieht die entgegengesetzteLage des vorderen (vst) und des hinterenLinsensternes (hst), If Verlauf derLinsenfasern an der vorderen Linsen-fläche und Ende am vorderen Linsen-stern, If" Fortsetzung derselben Fasernzum hinteren Linsenstern an derhinteren Fläche.

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