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Die Elemente der Entwicklungslehre des Menschen und der Wirbeltiere : Anleitung und Repetitorium für Studierende und Ärzte
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Die Organe des mittleren Keimblattes.

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diese sich von Anfang an in der Nähe des Harnsacks in dem ventralenAbschnitt der Kloake finden, so müssen sie später mit dem Vorrückender Scheidewandbildung bald in den durch Zuwachs aus der Kloakeentstandenen untersten Abschnitt des Harnsacks mitaufgenommenwerden.

Noch eine zweite wichtige Lageveränderung spielt sich bald daraufan den Urnierengängen ab. Wie schon auf S. 254 beschrieben wurde,wächst aus ihrem Endstück dicht an der Einmündung in die Allantoisder Harnleiter (Nierenknospe) hervor (Fig. 289). Vorübergehend mündendaher beide Kanäle mit einem kurzen gemeinsamen Endstück in denHarnsack ein. Dann erhalten sie getrennte Einmündungen an der Blasen-wand, indem das ihnen gemeinsame Endstück schwindet, sei es, daßes durch Vorwachsen einer Scheidewand in zwei Kanäle getrennt wird,oder daß es beim Wachstum in die Blasenwand miteinbezogen wird.Weiterhin rücken die beiden so getrennten Einmündungen auf eineweite Entfernung auseinander, was wohl dadurch zu erklären ist, daßdurch eigentümliche Wachstumsvorgänge die zwischen ihnen gelegeneWandstrecke sich

unverhältnis-mäßig rasch ver-größert (Fig. 290).Auf diese Weisekommen dieHarn-leiter an der hin-teren Wand desHarnsacks vielhöher zurEinmün-dung als die Ur-nierengänge. Denletzteren entlangsind jetzt auchdie MüLLERSchenGänge bis nachhinten gewachsenund münden zwi-schen ihnen in die Allantois ein. Alle vier Kanäle zusammen bilden, inBindegewebe eingehüllt, den Genitalstrang_(S. 267).

Wenn die Umwandlungen so weit gediehen sind, kann man ander Allantois, soweit sie, in der vorderen Bauchwand gelegen, bis zumNabel reicht, drei verschiedene Abschnitte deutlich unterscheiden(Fig. 290): 1. den Sinus urogenitalis (ug), 2. die eigentliche Harnblaseim engeren Sinne (4), 3. den Urachus (5).

Als Sinus urogenitalis (ug) wird der untere, etwas engere Ab-schnitt bezeichnet, der die Urnierengänge und die MüLLERSchen Gängeaufnimmt, und welcher sich durch das oben beschriebene Vorwachseneiner Scheidewand von dem anfänglich größeren Kloakenraum abge-trennt hat. Er mündet vor dem Enddarm in den Rest der Kloake (Fig.290 cl) ein, die sich nach Schwund der Aftermembran nach außen ge-öffnet hat.

Zur Harnblase im engeren Sinne wird der Teil, welcher an seinerhinteren Wand die beiden Harnleiter aufnimmt. Beim Menschen, beiwelchem die Allantois anfangs ein enges Bohr darstellt, das vom Nabelnoch in den Nabelstrang eine Strecke weit hineinreicht (Fig. 289), weitet

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Fig. 289. Profilkonstruktion nach einer Serie durcheinen menschlichen Embryo von 8 mm St.-N.-L. NachKeibel.

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