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Die Elemente der Entwicklungslehre des Menschen und der Wirbeltiere : Anleitung und Repetitorium für Studierende und Ärzte
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Die Organe des mittleren Keimblattes.

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liehen Geschlecht, eine kleine Ausstülpung des Bauchfells, der Pro-cessus vaginalis peritonei, welcher sich zuweilen noch als DiverticulumNuckii beim Erwachsenen erhält und dann Ursache für die Bildungvon Leistenbrüchen auch im weiblichen Geschlecht werden kann. Hiertritt das runde Mutterband durch die Bauchwand hindurch und endetin der äußeren Haut der großen Schamlippe.

In seinen letzten Stadien vollzieht sich der Descensus beim Weibein einer anderen Weise als beim männlichen Geschlecht. Denn anstattwie die Hoden mach der Leistengegend vorzurücken, senken sich viel-mehr die Eierstöcke, wenn die Entwicklung eine normale ist, im 9. Monatin das kleine Becken hinein. Hier sind sie zwischen Blase und Mast-darm in das breite Mutterband eingeschlossen, welches sich aus denBauchfellfalten entwickelt, in welche ursprünglich Urniere, Eierstöckeund MüLLERSche Gänge eingebettet sind. Auf das letzte Stadium desDescensus beim Weibe kann natürlich nicht das runde Mutterband vonEinfluß sein, da es nur einen Zug nach der Leistengegend hin, wo seinAnsatzpunkt ist, ausüben kann. Das Herabsteigen in das kleine Becken

Fig. 286. Fig. 287.

Fig. 286. Querschnitt durch den Genitalstrang. Nach Toukneux und Legay.Der Querschnitt zeigt die Verschmelzung der MüLLERSchen Gänge mg. ug Ur-nierengänge.

Fig. 287. Die Beckenorgane eines weiblichen menschlichen Embryo von 4 cmin situ, Ansicht von oben. Nach Nagel.

i Urachus mit den beiden Art. umbilicales, 2 Ligamentum teres uteri (Guberna-culum Hunten"), 3 Ovarium, 4 Tuba Fallopiae.

scheint vielmehr dadurch, daß der untere Abschnitt der MüLLERSchenGänge sich zur Gebärmutter umwandelt, bedingt zu sein. Sind dochdie Eierstöcke auch mit der Gebärmutter durch einen derben Binde-gewebsstrang, das Ligamentum ovarii, verbunden.

In seltenen Ausnahmefällen können im weiblichen Geschlecht die*Eierstöcke fortfahren, ihre Lage in einer dem Manne entsprechenden?Weise zu verändern. Sie wandern dann nach der Leistengegend hinjbis zum Eingang in den Scheidenfortsatz (Diverticulum Nuckii). Zu-weilen machen sie hier in ihrer Vorwärtsbewegung Stillstand; ab und!zu aber treten sie noch weiter in die Bauchwand durch den Leisten!kanal ein; ja sie können, wie in mehreren Fällen beobachtet worden!ist, ganz durch die Bauchwand hindurchdringen und sich schließlich?in die großen Schamlippen einbetten. Diese gewinnen dann eine sehilgroße Ähnlichkeit mit dem Hodensack des Mannes.

i) Die Entwicklung der äußeren Geschlechtsteile.Das Kapitel, welches über Harn- und Geschlechtsorgane handelt,ist wohl der geeignetste Ort, um gleich auf die Entwicklung der äußeren

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