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Die Elemente der Entwicklungslehre des Menschen und der Wirbeltiere : Anleitung und Repetitorium für Studierende und Ärzte
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Die Organe des mittleren Keimblattes.

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und für die Struktur der Vorniere charakteristisch ist dabei der einePunkt, daß der Gefäßknäuel sich nicht in der Wand der Vornieren-kanälchen selbst, wie es bei den Kanälchen der Urniere der Fall ist,sondern in der Wand der Leibeshöhle entwickelt hat und daß nur durchihre Vermittlung das Harnwasser abgeführt werden kann. Zu diesemZweck hat sich bei vielen Wirbeltieren noch der vordere Abschnitt derLeibeshöhle, der den Gefäßknäuel und die Vornierentrichter enthält,gegen den übrigen Abschnitt mehr oder minder vollständig abgeschlossen,

indem zwischen parietalem und viszeralemBlatt des Bauchfells Verwachsungen nach-träglich zustande gekommen sind und eineArt Vornierenkammer hervorgerufenhaben. Bei den Teleostiern ist die Vor-nierenkammer vollständig abgeschlossen,teilweise dagegen nur bei Lepidosteus,Ichthyophis, Krokodilen und Cheloniern.

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Fig. 253. Mg. 254.

Fig. 253. Querschnitt durch eine sehr junge Kaulquappe von Bombinator inder Gegend des vorderen Endes des Dottersackes. Nach Götte.

a Falte des äußeren Keimblattes, die sich in die Rückenflosse fortsetzt, is*Rückenmark, m Seitenmuskel, as* äußere Zellschicht der Muskelplatte, s Mesenchym-zellen, b Übergang des parietalen in das viszerale Mittelblatt, u Vomiere, / Darmhöhle,e Darmblatt, in die Dotterzellenmasse d übergehend, /' ventraler Blmdsack des Darmes,der zur Leber wird.

Fig. 254. Querschnitt durch die Vorniere von Triton taeniatus (6 mm). Nach

Semon.

p Peritonealtrichter, gl Glomerulus, l Leibeshöhle.

In welcher Weise mündet nun aber die Vorniere nach außen?

Es geschieht dies durch den Vornierengang, der sich in deroben beschriebenen Weise unmittelbar im Anschluß an die Vorniereentwickelt. Vorn entstanden, wächst er allmählich so weit nach hinten,bis er den Enddarm erreicht und sich in die Kloake öffnet. Man findetihn bei allen Wirbeltieren (Fig. 137 Wd) in der Gegend, wo die Bücken-segmente (Pv) an die Seitenplatte {pfi) durch die sogenannte intermediäreZellmasse angrenzen. Zur Zeit seiner Entstehung ist er immer dicht unterdem äußeren Keimblatt gelegen (Fig. 137 Wd)\ später entfernt er sichweiter von ihm und rückt in größere Tiefe, indem sich embryonalesBindegewebe dazwischenschiebt (Fig. lilwd) u. Fig. 2bQug). Der Kanalhat eine Anzahl verschiedener Namen erhalten und wird in der Literaturals Vornierengang, Urnierengang, WoLFFScher Gang oder