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Die Elemente der Entwicklungslehre des Menschen und der Wirbeltiere : Anleitung und Repetitorium für Studierende und Ärzte
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Die Reifeerscheinungen von Ei- u. Samenzelle u. d. Befruchtungsprozeß. 25

und die Masse der Kernsubstanz, welche im Ruhekern von Oocyte undSpermatocyte vorbereitet ist, nicht wie bei einer gewöhnlichen Zell-teilung einfach halbiert, sondern infolge der zwei zusammengehörigenTeilungen geviertelt. Eikern und Samenkern besitzen daher,nur die halbe Masse des rhr^^.i^ mucleins) und die halbeZahl der Chromosomen eines Normalkerns, wie er aus einher^wnh. he.hen Teilung her vorgeht Der Bei aer neife der Ge-sc hlecntsm odukte stattfindende TeitungTprozeß, der m seiner Art einzigdasteht, kann seinem Wesen nach mit einem von Weismann vor-geschlagenen Worte »i« ttPd 11 ktionsteilung._bezeichnet werden.

Die Reduktion der (JhromaWasse ist," wir im folgenden Ab-schnitt o-lcich sehen werden, eine Vorbedingung für den Bcfruch-tun-sprozeß: sie unterbleibt daher auch bei den parthenogenetiseh sichentwickelnden Eiern, die nur eine Polzelle bilden (siehe S. 21).

Tn vielen for men von Insekten . zeigt die Spermatogenese einigesehr auffällige Besonderheiten, denen "on vielen Forschern eine großeBedeutung beigelegt wird. Es unterscheiden sich nämlich bei den In-sekten die Chromosomen in den Kernteilungsfiguren der Spermato-gonien und Spermatocyten durch ihre oft sehr ungleiche Große undzugleich durch ihr verschiedenes Verhalten bei der Karyokmese von-einander Die Folge davon ist. daß bei den Reifeteilungen die ein-zelnen Chromosomen in ungleicher Weise auf die einzelnen Spermato-zoon verteilt werden, und daß dadurch zwei verschiedene Arten der-selben mit verschiedenem Chromatingehalt entstehen. Wie namentlichhäufig beobachtet wird, tritt bei manchen Insektenarten ein durchGröße und Färbbarkeit leicht unterscheidbares Chromosom auf das.als akzessorisches oder als Heterochrpmosom bezeichnet worden ist.

Zur Erläuterung dieses Verhaltens mag die Spermatogenese vonGrvllus domesticus dienen. Schon bei der Teilung der Spermatogomen(Fi«- 21 A) läßt sich leicht ein besonderes Heterochromosom (ä) von allenübrigen Chromosomen unterscheiden, sowohl durch seine abweichendeForm und Größe als auch durch den Umstand, daß die aus seiner Längs-spaltung hervorgehenden Tochtersegmente außer der Reihe mit denübrigen liegen und ihnen bei der Verteilung auf die Tochterzellen etwasverspätet nachfolgen. In der Spermatocyte ist ebenfalls wieder einduren erheblichere Größe ausgezeichnetes Heterochromosom nachweisbar.Dieses wird aber jetzt bei der Teilung in die beiden Präspermatiden(Fig 21 B) nur auf eine derselben ungeteilt übertragen. Es entstehendaher aus der Teilung der Spermatocyte zwei Arten von Präspermatiden,.eine Art mit einem Heterochromosom (B 2 h) und eine zweite ohne ein

C 6 Bei der letzten Reifeteilung gehen aus der ersten Art der Prä-spermatiden (Fig. 21 B 2) zwei Spermatiden hervor von denen jedeein Heterochromosom (D h) enthält. Es hat also hier wahrend derKarvokinese eine Spaltung desselben stattgefunden. Von der zweitenArt von Präspermatiden dagegen gehen bei ihrer Teilung nur zweiSpermatiden ohne Heterochromosom hervor (Fig. 21 C). Auf diese Weisewerden die Spermatiden ungleich voneinander; sie wandeln sich dann

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Die bei Insekten beobachteten Tatsachen sind von mehrerenForschern, wie Mc Cluhg, Wilson, Sutton Stevens Morgan undanderen, zu einer viel erörterten Hypothese über die Entstehung desmännlichen und des weiblichen Geschlechts im befruchteten Ei benutzt

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