Druckschrift 
Die Elemente der Entwicklungslehre des Menschen und der Wirbeltiere : Anleitung und Repetitorium für Studierende und Ärzte
Entstehung
Seite
21
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

Die Reifeerscheinungen von Ei- u. Samenzelle u. d. Befruchtungsprozeß. 21

&£**-

gemacht, daß parthenofieneti sche Eier g ewöh nHfth nur eine ein-

zjge l.o.Lzelle ausstoßen, während bei befruchtuhgsbedürftigen1^1 er n deren zwei oder drei na eh gewiesen werden, eine Tät-liche, deren Erklärung erst später gegeben werden soll.r a .^ ezu S au f die Zeil, die zwischen Eireife und Befruchtung liegt,W-l! 11 &1 a\ T ? nt . ersch ie«l7zwischen einzelnen Abteilungen des Tierreiches.v\ anreite! bei einigen dieZUeifung schon ganz abgeschlossen ist, ehe die

^iVh erf °lgt, fallen bei andercnlfieide Prozesse mehr oder minder

zeitlich zusammen, z. B. bei den später noch zu besprechende n Nematoden^ Ta4lu^f-~

agegen rückt das Keimbläschen bei den Säugetieren und wohl ebensoauch beirn Menschen, wie Untersuchungen am Kaninchen und an dermaus ergeben haben, schon mehrere Wochen vor dem Platzen des Graaf-sciien Bläschens an die Oberfläche des Eies empor; zur Zeit des Follikel-spninges verschwindet es hier; an der Stelle, wo es geschwunden ist,

uclen sich bald nach dem Austritt aus dem Ovarium der Eikern undemoder » TO i*, (ler Z((na pciiudda gelegene Polzellen aus.

Was haben nun die mit so großer Konstanz im Tierreich auf-bietenden Gebilde zu bedeuten? Daß es wirkliche Zellen sind, wurdew -+ n i?- rCh die Art inrer Entstehung bewiesen. Wir haben jetzt nocher hinzuzufügen, daß sie rudimentär gewordene oder Abortiveiervorstellen. Zugunsten solcher Ansicht lassen siWl einmal" Vereinzeltez ^j , . tun S en anführen, daß unter besonderen Umständen die erste Pol-'

\ e bei einz elnen Würmern (Prostheceraeus, Ascaris megaloeephala) eine^.bliche (;i 'i'ße, last wie der andere Teil des Eies, erreicht, daß sie wie

leser befruchtet wird und sich zu einem wirklichen Embryo entwickelt.Auf diese Weise können in derselben Eischale Zwillinge entstehen. Einen

weiten Beweis liefert ein genauerer Vergleich der Prozesse, welche sich1 ^lit £ ?'" Und Samenbildung abspielen. Diese lassen sich besonders

eicht bei den Nematoden, zumal bei Ascaris megaloeephala* überschauen

V ig- 17 u. 18). In einer 1890 erschienenen UntersuchungVergleich der** und Samenbildung bei Nematoden" habe ich zum erstenmal Punktgo r Vi . den Nachweis geführt, daß genau dieselben Zellgenerationenn ^j ln ^ er Ovogenese wie in der Spermatogenese aufeinanderfolgenund daß namentlich ein der Bildung der Polzellen entsprechender Prozeßm it seinen eigentümlichen Kernveränderungen (Redukftionsteilung') auch

1 der Entstehung der Samenfäden unterschieden werden muß.

sit t ^ enn wir das unreife Ei, solange es noch ein Keimbläschen be-

V h'u =2i2£Xkc..bezeichnen, so können wir ein ihm entsprechendes«ebilde auch in der Spermatogenese als Spermatoeyte nachweisen,wie weitere Vergleichung lehrt dann, daß vönä^TüvocytT wie von deröpermatoeyte unter gleichen eigentümlichen Veränderungen des Kerneszuerst zwei Tochterzellen und durch ihre abermalige Teilung schließlichvier Enkelzellen abstammen. Bei der Ovogenese sind die Enkelzellenin ihrer Größe verschieden, sie stellen das reife Ei und die zwei resp.um winzigen Polzellen dar (Fig. 17 JE); bei der Spermatogenese sindalle vier Teilprodukte gleich groß (Fig. 18 /// B, C), sie heißenj^uiatiden und wandeln sieh in vier befruchtungsfähige Samen-

Während der Spermato- und Ovogenese bildet sich zwischen denreiten männlichen und weiblichen Keimzellen ein sehr auffälliger Gegen-satz aus, dessen Bedeutung im vierten Kapitel (S. 51) noch weiter er-örtert werden wird. Bei der Spermatogenese werden sehr zahlreiche

,'V u »-,,