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Die Elemente der Entwicklungslehre des Menschen und der Wirbeltiere : Anleitung und Repetitorium für Studierende und Ärzte
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Die Natur von Ei- und Samenzelle.

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gelagert ist, 5. die Nucleoli oder Keimflecke, größere kugelige oder lappigeKörper einer Proteinsubstanz, welche sich ähnlich wie das Chromatinmit Farbstoffen verbindet. Ihre Anzahl ist je nach der Größe des Keim-bläschens und je nach der Tierart eine sehr verschiedene. Währendkleinere Keimbläschen kleiner Eier, z. B. der Säugetiere^ gewöhnlich nureinen einzigen Keimfleck besitzen, kann ihre Anzahl sich iii anderen Fällenauf 100 und mehr belaufen (Fig. 4), z. B. in den sehr großen Keim-bläschen der Fische, Amphibien und Reptilien.

Bei vielen Tieren wird das Ei nur von einer feinen Hülle, der a

oben erwähnten Dotterhaut (Membrana vitellina),'umgeben, welche-----

einer Zellmembran entspricht und vom Protoplasma des Eies zum,T U t Z nac k ajl ^ en abgeschieden wird. In anderen Fällen gesellen sichjedoch zur Membrana vitellina noch andere Hüllen, zuweilen in größererAnzahl, hinzu. Sie werden am zweckmäßigsten nach ihrer Ent-Istehungsweise in zwei Gruppen eingeteilt, L in dk_ primären Hüllen; welche von der

. Eizelle selbst oder --./' .,-;-

| den sie umgeben- -^'^A.rv*'''.'*:"'^ !

den Follikelzellen

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und 2. in die se-kundären Hüllen,welche häufig nochum das Ei, nach-dem es aus dem

Eierstock aus-getreten ist, vonder Wandung derAusführwege desGeschlechtsappa-rates ausgeschie-den werden.

Im Tierreichbieten die Eier derzahllosen Tierartenbald geringere, bald

sehr auffälligeUnterschiede

einander dar, so daß ein guter Kenner von einer ihm vorgelegten Eiartimstande sein würde anzugeben, welcher Spezies sie angehört.Außerordentlich verschieden ist in den einzelnen Klassen und Ord-nungen ihre Größe. Während die Eier bei den Säugetieren mit un-bewaffnetem Auge kaum noch als kleine Pünktchen wahrgenommenwerden können, erreichen sie bei den Vögeln im Vergleich hierzu ganzgewaltige Dimensionen, wie im Eidotter des Huhnes oder gar einesStraußen. Auch ihre Form zeigt Verschiedenheiten; am häufigsten istsie vollkommen kugelig (Fig. 1 u. 5), zuweilen aber auch oval oder zylin-drisch. Viele Verschiedenheiten können ferner die Hüllen in ihrerZahl, in chemischer Beschaffenheit, in Konsistenz" und Färbung dar-bieten; desgleichen sind die Keimbläschen nach ihrer Größe und Lageim Dotter und nach der charakteristischen Anordnung ihrer oben auf-gezählten Bestandteile sehr verschieden. Besonders wichtig aber sind fürden Embryologen die Verschiedenheiten, welche der Dotter in den

von-

Fig. 4. Keimbläschen eines 0,8 mm großen Eies vonTriton nach Carnoy und Lebrun. Das Ei zeigt die Kern-membran, viele Keimflecke, aus Linin und Chromatingebildete Fäden, die vielfach geschlängelt und wegen ihresAussehens mit einer Flaschenbürste verglichen wordensind. Ein Stück eines Fadens ist links oben stärker ver-größert.