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Die Elemente der Entwicklungslehre des Menschen und der Wirbeltiere : Anleitung und Repetitorium für Studierende und Ärzte
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Die Natur von Ei- und Samenzelle. 3

ist, die in dieser und jener Weise differenziert und zu besonderen Organenverknüpft sind.

Mit der Zellennatur von Ei und Samenfaden und mit ihren be-sonderen Eigenschaften haben wir uns daher zunächst bekannt zumachen.

Fig. 1. Unreifes Ei aus demEierstock eines Echinoderms

(etwa 300 mal vergrößert). Dasgroße Keimbläschen zeigt ineinem Netzwerk von Fäden,dem Kernnetz, einen Keimfleckoder Nucleolus.

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1. Die Eizelle.

Das Ei ist, solange es noch nicht in die Entwicklung eingetretenist (Fig. 1), die weitaus größte Zelle des tierischen Körpers und er-reicht bei manchen Tierarten so gewaltigeDimensionen, daß es die anderen Zellendes Körpers um das Millionenfache an Ge-wicht und Umfang übertrifft. Aber auch indiesem Falle sind an ihm im wesentlichennur dieselben Bestandteile wie an einergewöhnlichen anderen Zelle zu unter-scheiden: der Zelleninhalt, der Zellenkernoder Nucleus und die Zellenmembran.Diese Bestandteile hat man zu einer Zeit,wo man die Zellennatur des Eies nochnicht erkannt hatte, mit besonderen, auchjetzt noch gebräuchlichen Namen belegt.Den Zelleninhalt bezeichnete man als Ei-dotter oder Vitellus, den Kern alsdas Keimbläschen (Vesicula germina-tiva, Purkinje), die in ihm eingeschlosse-nen Kernkörperchen oder Nucleolen alsKei mf lecke (Maculae germinativae,Wagner), die Zellenmembran endlich als Dotterhaut oder Mem-brana vitellina .

Der Dotter oder Vitellus läßt, gleich wie der Inhalt vielerZellen, wieder zwei verschiedene Substanzen unterscheiden, 1. daseigentliche Protoplasma, jene eigen-tümliche, aus Proteinkörpern aufge-baute Substanz, in welcher sich dieLebensprozesse in erster Reihe ab-spielen, und 2. das Deutoplasma(van Beneden) oder Paraplasma(Kupffer). Mit diesem Namen werdenchemische Stoffe zusammengefaßt,die vom Protoplasma meist deutlichoptisch unterschieden und in Formkleinerer oder größerer Körner, Schol-len, Plättchen, Kugeln, Kristalle usw.in die protoplasmatische Grundsub-stanz eingelagert sind (Fig. 2 u. 3).Sie können aus Fetten, aus Albu-minaten oder aus Gemischen von bei-den bestehen und stellen in physio-logischer Hinsicht Reservestoffe dar,welche als Nährmaterial beim Ent-wicklungsprozeß allmählich aufge-braucht werden.

A.P

v.p

Fig. 2. Schema eines Eies mitpolständigem Nahrungsdotter. Der

Bildungsdotter bildet am animalenPole A.P eine Keimscheibe ft.sch,in welcher das Keimbläschen k.b ein-geschlossen ist. Der Nahrungsdottern.d füllt den übrigen Eiraum nachdem vegetativen Pol (V.P) zu aus.

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