732 Speoielle Therapie.
Wind- oder Trommelsucht, s. bei Nervenfieber.Wochenbettfieber, s. bei Schwangerschaft.Wunden, s. Verletzungen.
Wundstarrkrampf, s. bei Krämpfen.Würmer. Helminthen.
Die am häufigsten im menschlichen Körper vorkommen-den Würmer sind: Die Spring- oder Madenwürmer(Oxyuris vermicularis), die Spulwürmer (Ascaris lumbri-coides) und der Bandwurm oder Kettenwurm (Taeniasolium). Die beiden ersten Arten sind bei Kinder-krankheiten abgehandelt.
Die Bandwürmer (Cestoidea) sind mund- und darm-lose Plattwürmer ohne Nervensystem und Blutgefässapparat,welche im Dünndarme wohnen und zu einer meist langen,bandförmigen Colonie (gewöhnlich Bandwurm genannt)vereinigt sind, an dieser die einzelnen Glieder (Ge-schlechtsthiere, Proglottiden) bildend. Das unter dem Na-men Kopf oder Scolex bekannte vordere Ende ist dieAmme, von welcher aus neue Thiere (Glieder) erzeugtwerden. Je mehr diese Glieder durch das Hinzukommenjüngerer Glieder vom Halse her nach hinten rücken, umso mehr nähern sie sich durch fortschreitende Entwicke-lung der Geschlechtswerkzeuge ihrer Reife und trennensich zuletzt ab. Die Eier, mit welchen die hinterstenGlieder stark angefüllt sind, werden nicht gleich zu Band-würmern, sondern entwickeln sich ausserhalb des mensch-lichen Körpers zu Finnen Würmern. Der Kopf, von derGrösse eines Stecknadelkopfes, bildet am vorderen dünnenEnde eine knötchenartige, stumpf viereckige Anschwellungmit vier ziemlich stark vorspringenden Saugnäpfen (jeeinem in einer Ecke) , zwischen welchen ein conischerRüssel (Rostellum) hervorragt, umgeben von einem dop-pelten Hakenkranze. Dieser sogenannte bewaffneteBandwurm (Taenia solium) kommt in allen Ländern vor,wo Schweinefleisch gegessen wird.
Der unbewaffnete Bandwurm (Taenia mediocanellata;ist länger, als der vorher beschriebene und hat breitere