Weissfluss
Bei Regelstörungen, Verdauungsschwäche, Bleichsucht; heiEierstocksanschwellungen und Gebärmutterleiden.
Pulsatilla: Bei milchartigem, schmerzlosem Weissflusse,der vorzugsweise aus der Scheide fliesst und katarrhalischist. Bei Regelstörungen, Bleichsucht, Mattigkeit.
Sabina: Weissfluss mit Menostasie (Regelstockung),sonst ähnlich wie Kreosot.
Sepia: Bei Weissfluss mit reichlichem Abgange einesgelblichen, dicken, nicht scharfen Schleimes. Meist ausder Scheide und besonders katarrhalischer Art. Vollheitund Spannung im Unterleibe mit schmerzhaftem Herab-drücken in den Seiten. Dieses Mittel entspricht vorzug-lich der Erschlaffung der Schleimhaut der Gebärmutter undder Scheide (wie nicht minder Calc. carb., Natrum mur.oder Sulph.) .
Stanniim: Bei chronischem, die Kräfte sehr erschöpfen-dem Weissfiusse.
Sulph.: Gelbgrüner, salziger, wundmachender, nasen-schleimähnlicher Weissfluss, chronischer Art. Bei skro-Phulösen Personen und nach unterdrückten Flech-ten und Ausschlägen. (Aehnlich Graph.) Wo derWeissfluss keinem der genannten Mittel weichen will, daversuche man Thuja.
Noch sei hier bemerkt, dass uns in den langwierigstenund beschwerlichsten Fällen von Weissfluss, wo diesernicht gerade durch Ansteckung erzeugt war, Nitr. ac. oderKreosot, die herrlichsten Dienste geleistet hat, da es indiesem Leiden oft sehr schwer ist, einen Anhaltepunktfür die richtige Wahl des Mittels zu finden. Endlich seieines Hausmittels gedacht, das sich bei gutartigemWeissflusse häufig bewährt hat. Es ist dies eine schwacheAbkochung von der weissen Taubnessel (Lamiumalbum). 14 Tage lang, täglich einen Tassenkopf vollMorgens und Abends getrunken.
Weitsichtigkeit, s. Augenkrankheiten.
Werlhof'sche Krankheit, s. bei Scorbut,
Windpocken, s. Pocken.