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Specielle Therapie.
löffel voll Wasser zu nehmen sind, so lange, bis die in-durirten Stellen weicher und kleiner werden, was gewöhn-lich in 4 bis 6 Wochen geschieht. Nur in sehr hart-näckigen Fällen geben wir Merc. lijoä. 2. Decimalverrei-bung Morgens und Abends je 1 Granpulver 2 bis 3 Mo-nate hindurch. Der Patient muss dabei jede Erkältungstreng vermeiden.
Acidum nitri 3.—6. ist besonders bei den veraltetenSchankern notlrwendig, die schon vorher allopathisch mitgrossen Gaben Quecksilber behandelt worden sind. Fernerwo die der Blutbereitung dienenden Organe eine krank-hafte Umänderung erlitten haben, allgemeine Schwäche,Blutunterlaul'ung, Blutung aus verschiedenen Körpertheilen,flache Mundgeschwüre, Geschwürigkeit zwischen den Zehen,an den Geschlechtstheilen u. s. w. zugegen sind, und beiHalsleiden. Je rascher der Zerstörungsprocess vorschreitetund je schwankender ihm die Lebenskraft entgegentritt, destoöfter wiederhole man diese Arznei, bis sichtliche Besserungeintritt. Auch bei dem phagedänischen und serpi-ginösen Schanker, dem eine schlechte, herabgekommeneConstitutionsbeschaffenheit zu Grunde liegt, verabfolgenwir stets zuerst Nur. ac. 3.—6. oder Chinin, arsenicosum 3.zwei bis drei Wochen hindurch, da Mercurius die Con-stitutionsverhältnisse derartiger Patienten noch mehr ver-schlechtern würde. Wo Acidum nitri nicht vollständigeGenesung bringt, will Wolf Fluorinsäure angewandtwissen, der man jedoch eine Gabe Apis vorausschickt unddie man, bis ein Stillstand der Besserung eintritt, nach-wirken lässt. Auch gegen Lungenentzündung Syphi-litischer oder Verquecksilberter gewährt Nur. ac. sichereHülfe ; wo sie nicht weicht: Sanguinaria.
Bei dem gangränösen Schanker ist die Haupt-aufgabe , zunächst der brandigen Zerstörung entgegen zutreten, was allemal durch Arsenicum 3. oder durch China 3.oder Seeale com. 3. mit bestem Erfolge geschieht.
Cinnabaris (3. Verreibung) ist oft wirksam bei kachek-tischen und skrophulösen Individuen, auch bei indurirtenund erhabenen Schankern.