Syphilis.
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trieben wird, dann kommt die chronische Lustseuche un-a usbleiblich gewiss zu Stande.
John Hunter sagt: „Der Erfolg der auch noch sozeitig und selbst am Tage ihrer ersten Erscheinung ört-lich zerstörten Schanker war stets die hinterdrein aus-brechende Lustseuche."
Und eben so nachdrücklich betheuert Fahre: „Die■Lustseuche erfolge stets auf die örtliche Vertilgung desSchankers. Petit habe einem Frauenzimmer einen Theilder Schamlefze abgeschnitten, an welcher seit ein paarTagen venerische Schanker entstanden waren; die Wundeheilte, aber die Lustseuche brach dennoch aus."
Durch den innerlichen Gebrauch des Mercur. wird ein
frischer weicher Schanker durchschnittlich in 6 bis
8 Wochen geheilt, ohne üble Folgen zu hinterlassen. Wirbedienen uns jedoch nicht des Merc. solub., wodurch sichanfangs die Schanker bedeutend vermehren und dadurchden Patienten sehr beunruhigen, sondern des Sublimats inder 3. Verreibung zu 3—4 Gran täglich (da sich jedochdiese Verreibung nicht lange hält, so geben wir von der2. Dec.-Verdünnung 15—20 Tropfen in !/ 2 Obertasse vollWasser) , oder Hydr. oxydatum rubrum 3. Dec.-Verreib,in gleicher Weise. Auch hier kann es anfangs zu starkenEiterabsonderungen (die oft sehr stinkend sind) kommen,Weshalb täglich mehrmals die Theile in warmem Wassergebadet werden müssen. Diese Methode, beharrlich durch-geführt, ist eine ebenso sichere, als verlässliche. — Nurbeim indurirten oder harten (Hunt er'schen Schan-ker) ist das Verfahren ein anderes. Wir halten an derThatsache fest, dass die indurirten Stellen aus einer Infil-tration des Bindegewebes mit Faserstoffgerinnungen bestehen,dass derartige Schanker nicht eher heilen, als bis dieseGerinnungen sich auflösen und aufgesaugt werden, dassferner die faserstoffigen Exsudate am schnellsten undsichersten bei dem Gebrauche jodhaltiger Mittel die ge-nannte Umgestaltung eingehen. Wir verabfolgen daherKali hydroiod. 1 Gramm in 20 Gramm gewässertem Wein-geiste, wovon Abends und Morgens 2 Tropfen in 4 Ess-