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Specielle Therapie.
trunkenen äussert sich der Rausch auf ziemlich verschie'dene Weise. Bei höheren Graden der Wirkung konu»'es zu wirklichen Delirien, Wuthanfällen, Unfähigkeit, diewillkürlichen Muskeln in gehöriger Weise zu behandeln'Häufig entleert der Magen das Genossene, entweder weil erüberfüllt ist, oder weil er vom Gehirne aus dazu angeregtwird. In den höchsten Graden können Betäubung undSchlagfluss eintreten.
Ist nach vorübergegangener Aufregung ein Zustand derDepression eingetreten und der Trunkene in Schlaf g e 'sunken, so erwacht er in der Regel in dem famosen Zu'Stande, der unter dem Namen „Katzenjammer" bekanntist: Kopfschmerz, besonders in der Stirn- und Hinter'hauptsgegend, Mattigkeit, Unlust zu geistiger Arbeit, üble 1 'Geschmack im Munde, Uebelkeit, zuweilen noch Erbrechen-
Die Unsitte, nach einem Aerger Wein etc. zu trinken,führt oft zu Geistesstörungen. Das schon durch den Aerg e1 'vergiftete und zur Ernährung des Nervensystemes ungeeig'nete Blut wird durch die Aufregung mittels des Genussesspirituoser Getränke noch rascher dem Gehirne zugeführt,und indem die Erregung der Nerven zur Wiederholung desschädlichen Genusses einladet, erneut sich die verderblich 6Wirkung.
Wird der Genuss alkoholischer Getränke, namentlichdes Branntweines, zur Leidenschaft und Gewohnheit, s °folgen die Erscheinungen chronischer Alkoholvergiftung,die sogenannte Säuferdyskrasie: Chronische Katarrheder gesammten Schleimhaut, Rachen-, Magen- und Dan»'katarrhe, Fettleber und Leberscirrhose, hämorrhagische Ercsionen (Blutergüsse), Herzverfettung. Auch zu den Nierenhat der Alkohol specifische Beziehung, er bringt hier häufigdie Bright'sche Krankheit zu Stande. Besonders treten inden Gebieten der Nervencentren, welche die Bewegungleiten, Störungen ein, es zeigen sich Muskelzittern undMuskelschwäche. Endlich hat man bei Säufern athero'matöse Ablagerungen in den Arterien gefunden.
Der eigenthümliche Habitus, welchen man den derSäufer nennt, spricht sich aus durch ein gedunsenes, bleiches,