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Handbuch der Homöopathie : mit Benutzung fremder und eigener Erfahrungen nach dem neuesten Standpunkte der Wissenschaft
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Specielle Therapie.

geben wir ihm daher vor diesem den Vorzug. Er eiltspricht ganz vorzüglich dem diphtheritischen Darin'processe. Bei sehr bedeutendem Tenesmus geben wirKlystiere von Reiswasser. Man führe sehr schonend äi eCanüle der Spritze ein und bringe das Klystier nicht voljsondern gleich nach erfolgtem Stuhlgange bei. Gegen-den verzehrenden Durst verabfolgen wir kleine Eisstück'chen, die der Patient im Munde langsam zergehen lassetmuss. Treten trotz Anwendung des Sublimat immer Wie'der neue Verschlimmerungen auf, die sich besonders NacW sdurch bedeutenden Stuhlzwang bemerkbar machen, daß 11schalten wir noch Sulphur 6. zu täglich 2 bis 3 Gabenein. Er hilft oft in den verzweifeltsten Fällen, wenn an'dere Mittel im Stiche lassen.

Gegen den durch die Verarmung des Blutes an Eiweis sherbeigeführten Schwächezustand sowohl, als auch gegendie etwa eintretende Wassersucht, verabfolgen wir China öde*Arsenicum. Besonders sahen wir nach China die grosseSchwäche und Hinfälligkeit, die ermattenden Seh weiss 6und die kühle Temperatur der Haut sehr bald schwindenund die sehr gesunkenen Kräfte sich wieder heben. D iebelegte Zunge wurde rein, der pappige MundgeschmacKschwand und bei der sich nun wieder einstellenden EsS'lust wurde eine vorsichtig gewählte, nahrhafte, leicht vet'dauliche Kost verabreicht.

Bei der brandigen oder gangränösen Ruhr ein'pfehlen sich Arsenicum 3.6. oder Carbo vegetabilis 6.-30-Bei heftigen Blutungen: Muriatic. aeid. 3. oder Phosph-atid. 3.

Geht die Ruhr in die typhöse Form über, was sichdurch plötzlich erscheinende Schüttelfröste ankündigt, danntritt sehr bald mit den sich bis in's Unerträgliche steigern'den kolikartigen Leibschmerzen und den häufigen, vielBlut, Schleim und Epithelien (welche oft als grössereHautmassen entleert werden) enthaltenden Stühlen, die unterstetem, sich bis zur Ohnmacht steigerndem Tenesmus er'folgen, grosse Hinfälligkeit ein. Der sehr saturirte Urinwird sparsam gelassen, der Durst ist unerträglich, « ie