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Specielle Therapie,
krankheiten, Monate lang verzögert. Gewöhnlich hinterlasseder Typhus bedeutende Blutarmuth und Marasmus, wahr*scheinlich infolge des Schwundes der Gekrösdrüsen, der Mi^und der Bauchganglien, wie auch durch grossen Schleimhaut'verlust imDünndarme. Auf die oft vorkommende, schleichendeund unmerklich verlaufende Lungenentzündung, die beidieser Krankheit nicht selten erscheint und oft nur durchdas Hörrohr erkannt werden kann, ist sehr zu achten. •—Bei der Genesung kommen manchmal an den verschiedenenKörpertheilen Furunkeln und Abscesse vor, die Reconva-lescenten verlieren das Kopfhaar, was jedoch bald üppig erwieder nachwächst.
Wenngleich weder die Homöopathie, noch irgend eineandere Heilmethode den Typhusprocess zu coupiren odei'abzukürzen vermag, so sind wir doch im Stande, einzelneexcessive Krankheitsäusserungen zu massigen, gefährlicheComplicationen zu bekämpfen und Folgekrankheiten ohnezurückbleibenden Nachtheil zu beseitigen ; während beiallopathischer Heilkünstelei, mit ihren immer „neuestenund besten Mitteln", die bald jedoch wieder anderen Platzmachen, eine Genesung nur dann möglich ist, wenn dieLebenskraft über zwei Feinde zugleich, nämlich über dieKrankheit und über die ärztlichen Angriffe, zu siegenvermag.
Man verhüte zunächst Alles, was auf den Verlauf desTyphus störend einwirken kann. Vor Allem sorge manfür reine kühle Luft durch fleissige Ventilation, wobeijedoch der Patient vor Zugluft geschützt werden muss.Grösste Reinlichkeit ist zu beobachten ; die Nachtgeschirrmüssen nach dem Gebrauche sofort entfernt werden, ebensobeschmutzte Wäsche. Zum Bedecken des Patienten dienenam besten leichte Steppdecken, nicht dicke Federbetten-— Die Diät muss während der ganzen Dauer der Krank-heit eine leichte und kühlende sein. Zum Getränke era'pfehlen sich frisches Wasser, Brodwasser oder sämige Ab-kochungen von Reiss, Sago oder Hafergrütze. Fleisch-brühe ist weniger rathsam. Um das Durchliegen zu ver-meiden, muss die Bettunterlage des Patienten ganz gl att