Organische Magenleiden. — Masern. 57 \
Marasmus, s. Abmagerung.
Markschwamm, s. Krebs.
Masern. Morbilli.
Die Masern sind eine fieberhafte, meist epidemisch auf-wende, ansteckende und gewöhnlich den Menschen nurißrnal, im Kindesalter, befallende Ausschlagskrankheit,le nicht allein die Haut, sondern auch die Schleimhaut6r Lungen und des Schlundes ergreift. Nach den neuereneraiatologen (Hebra) soll diesem acut verlaufenden, an-Eckenden Exantheme, gleich den Pocken und dem Schar-ach, eine eigenthilmliche Blutbeschaffenheit zu Grundele gen, welche der im Typhus so ziemlich ähnlich sein.°^- — Der Krankheit gehen gewöhnlich mehrere Tagekatarrhalische Vorboten, wie Husten, Schnupfen, Entzün-r; Un g der Augenlider mit Katarrhalfieber, belegte Zunge,^kel vor den Speisen voraus; was anfangs den Anscheina ^> als wenn sich das Kind stark erkältet hätte. DannZei gt sich etwa zwei Tage später , meist unter Verschlim-me rung der katarrhalischen Symptome, das Exanthem,Zu erst im Gesichte und auf der Brust, wenig oder gar nicht* a den Enden der Extremitäten. Der Ausschlag (Exanthem)Gesteht aus kleinen, runden, flohstichähnlichen, röthlichen* decken, mit einem kleinen Knötchen (Papula) oder Bläs-sen i n ,j er Mitte. Die Flecken stehen gruppenartig zusam-aie n und sind von blassrother Farbe, die sieh jedoch schonna °h einigen Tagen verliert. Drückt man mit dem Fingerau -t die Haut, so ersetzt sich die Röthe wieder von der'litte aus (beim Scharlach vom Rande her). Der Aus-Schlag s teht in seiner Blüte etwa drei Tage, und daslieber steigert sich häufig noch nach dem vollständigenAusbruche des Exanthems, welches dann blässer wird undsich in derselben Ordnung verliert, wie es erschien. Mitdem Verschwinden des Ausschlages massigen sich dasfieber und die Schleimhautaffection, und die Krankheitlst meist mit dem sechsten Tage, vom Ausbruche an ge-rechnet, vorüber. Wenn der Ausschlag fortgeht, bedeckt