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Specielle Therapie.
dann betrifft die Lähmung beide Seiten (P a r a p 1 e g i e) •Die cerebralen Lähmungen treten gewöhnlich nach Gehirn-hämorrhagien auf, also nach Schlagflüssen, gewöhnlichdurch Blutergüsse im Grosshirn, in welchem die Willens-erregungen in motorische Erregungen umgesetzt werden,und es sind dann Kopfschmerzen, Bewusstlosigkeit, Ge-dächtnissschwäche u. s. w. zugegen. — Die spinalenLähmungen treten am häufigsten unter der Form von Pa-raplegien, aber auch als spinale Hemiplegien, Hemi-paraplegien, sogenannte wechselständige Spinalläh-mungen, Monoplegien, endlich als allgemeine Rücken-markslähmungen auf. Hat die Läsion ihren Sitz imLendentheile des Rückenmarkes, so erstreckt sich die Läh-mung auf die Unterglieder, wenn weiter oben im Hals-theile , auch auf die Arme. Rückenmarkslähmungen ver-breiten sich von unten nach oben; tritt Besserung ein,dann schwindet — im Gegensatze zu den Gehirnlähmungen— die Lähmung zuerst in den Obergliedern. Begleitendeund meist sehr lästige Symptome dieses Leidens sind : Zeit-weise, durch Druck erhöhte Schmerzen in der Wirbelsäuleund infolge der Lähmung der Blasen- und Mastdarmnerven!unwillkürlicher Harn- und Kothabgang.
Mit Uebergehung der Darstellung der zahlreichen ent-fernteren Lähmungsursachen wollen wir zunächst hervor-heben, dass nur in solchen Fällen von dem Ge-brauche unserer Arzneimittel eine Heilung ode rBesserung zu erwarten ist, wenn die Erregbar-keit der betreffenden Nerven primär oder secun-där nicht gänzlich erloschen ist, und die rfli*dem Nerven in Verbindung stehenden Muskeln i nihren Gewebselementen noch nicht entartet sind.
Bei der Hemiplegie nach Gehirnhämorrhagie, alsonach Schlagfluss, ist vollständige Heilung nur selten « uerzielen, doch haben wir häufig nach dem Gebrauche un-serer Medicamente eine bedeutende Besserung im Befindendes Kranken wahrgenommen und verweisen daher auf dabei Schlagfluss Gesagte.
Unter den spinalen Lähmungen, die vom Rücken-