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Specielle Therapie.
vasirtem Blute gemischten Ergusses noch besser als Arnica,
ist aber auch dem Mercurius solub. vorzuziehen, besonders
wenn Eiweiss im Urin fehlt oder nur Spuren desselbenvorhanden sind.
Die epidemische Meningitis, der Genickkrampf, i st
eine miasmatische Infections-Krankheit, deren Quellen nochunbekannt sind. Die der Krankheit zu Grunde liegendenErscheinungen beruhen auf Entzündung der an der Basisdes Gehirns gelegenen Gehirntheile und des daselbst sichbildenden Exsudates. Der Verlauf der Krankheit ist sehrrapid. Die Krankheit beginnt mit Schüttelfrost und sehrschnell sich steigerndem heftigem Kopfschmerz, der sichauf Nacken und Rücken verbreitet. Puls- und Athem'frequenz erreichen im Verlaufe der Krankheit eine enormeHöhe (120 Pulsschläge und mehr als 60 Athemzüge in derMinute). Am 3. oder 4. Tage treten tetanische Krämpfeder Nacken- und Rückenmuskeln, oft auch mit Kinn-backenkrampf verbunden, auf. Der Kopf wird weit nachhinten gezogen. Der oft eiweisshaltige Urin geht unwill-kürlich ab oder wird zurückgehalten und die überfüllteBlase muss mit dem Katheter entleert werden. Wechselvon grosser Unruhe und Delirien, denen bald Bewusst-losigkeit folgt, schliesst die Trauerscene. Der Tod trittunter den Erscheinungen eines acuten Lungenödems spä-testens am 10., aber bei sehr stürmischem Verlauf schonam 1. und 2. Krankheitstage ein. — Die Wahl der hieranzuwendenden Arzneien wird sich streng nach den ob-waltenden Symptomen richten. Im Anfange wird Beilad-,seltener Aconit, passen; erstere vorzüglich bei den Con-vulsionen und dem charakteristischen Genickkrampf'. ■"""Bei Steifigkeit des ganzen Körpers mit seitwärtsgebogenem Kopf, verengerter Pupille und Gesichtsmuskel-zuckungen : Cicuta virosa. — Treten die Krämpfe in denFingern und Zehen auf und gehen dann in Starr- oderKinnbackenkrampf über, dann ist Cupr. met. 6. das pas-sendste Mittel. — Bei sehr heftigem Erbrechen m 1 *rasenden Kopfschmerzen, glühender Körper-hitze und Kälte der Extremitäten, krampfhai-