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Handbuch der Homöopathie : mit Benutzung fremder und eigener Erfahrungen nach dem neuesten Standpunkte der Wissenschaft
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Speoielle Therapie.

tischen Processe Schranken zu setzen. Bei starkenSchüttelfrösten und zunehmendem Kräfteverfall verabfolgenwir Seeale cornutum 6. in ^^stündlichem Wechsel mitArsen. 6. oder auch noch alle zwei Stunden 1 GranpulverChin. arsen. 3. C.-Verr. Stärkere Gaben dieses Mittelsnützen nichts, wenigstens wissen wir, auch in den bösar-tigsten Fällen, bei diesem Verfahren Alles erreicht z uhaben, was sich überhaupt erreichen Hess.

In der croupösen Metritis, mit nicht übelriechendemAusfluss, wird das croupöse Exsudat, welches in der Scheideund an den kleinen Schamlippen sichtbar ist, durch Jlep-sulph. 3., in zweistündlichen Gaben, sehr bald beseitigt.

Sind nach bösartiger Metritis die Schüttelfröste durchChina und Arsen, beseitigt, hat die Krankheit einen mil-dern Charakter angenommen, so richten wir unser Augen-merk auf die Tumoren, welche bei genauer Untersuchungim oder an dem Uterus deutlich fühlbar sind, und verab-folgen, neben warmen, erweichenden Leinsamenaufschlägen,Merc. solub. 3. D.-Verr., in zweistündlichen Gaben, wo-rauf dieselben erweichen und sich in Abscesse verwandeln-Ausserdem vergleicheWochenbettfieber" bei Schwanger-schaft.

Bei der chronischen Metritis erscheint der Uterusconstant vergrössert (oft um das 3- bis 4 fache seiner nor-malen Grösse). Die Kranken klagen über Pressen undSchwere im Unterleibe; die Menstruation ist profus odersie wird infolge der Compression der Uteringefässe durchdas infiltrirte Gewebe sehr spärlich und hört im weiterenVerlauf der Krankheit ganz auf; die Kranken klagen dannzur Menstruationszeit über heftige Kolikschmerzen, leidenhäufig an Verstopfung, Meteorismus, Kopfschmerzen, Ver-dauungsbeschwerden und an nervöser Reizbarkeit oder hy-sterischer Gemüthsstimmung. Der chronische Infarct desUterus entwickelt sich oft aus der acuten Metritis und i stsehr häufig der Begleiter der Klimaxis, der Dysmenorrhöeund des Fluor albus, sowie der Lungen-, Herz- und Le-berkrankheiten. Sterile Frauen sind am häufigsten m»Infarctus uteri behaftet. Die Krankheit ist für das Leben