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Specielle Therapie.
Endlich wollen wir hier noch eines Mittels gedenken,welches das Vorwärtsschreiten des beginnenden Nagel-geschwürs verhindert und sehr schnell die Entzündung be-seitigt. Sobald sich nämlich die den Nagel hufeisenförmig-von einer Seite zur andern, umkreisende Hautstelle zu ent-zünden beginnt und zu schmerzen anfängt, nehme maneinen Holzspahn von der Grösse eines Streichhölzchens,tauche denselben in reine Salpetersäure, doch so, dasskein Tropfen daran hängen bleibt, und befeuchte damitgelinde die entzündete Stelle mehrmals — was man nacheiner Stunde wiederholen kann — und umwickle den Fin-ger mit einem Läppchen. Schon am nächsten Tage wirddie lästige Entzündung beseitigt sein. War schon einEiterstreifen vorhanden, so vertrocknet dieser und stösstsich ganz schmerzlos ab.
Die alte Schule vermag gegen diesen, bei homöopa-thischer Behandlung stets gut verlaufenden Krankheitspro-cess gar nichts zu thun oder verursacht, durch zweckwid-rige chirurgische Eingriffe, hässliche Verunstaltungen derFinger. Oder sie schreitet bei eintretendem Brande zurAmputation des Gliedes, die in diesem Falle den Todnicht einmal abzuwehren im Stande ist.
Flechten, flechtenartige und verschiedene andereHautausschläge. Herpes, Liehen, Pemphigus etc.
1. Die Kleienflechte, Pityriasis. Sie beruht ineiner auf gewissen Hautstellen vorkommenden krankhaftenAbstossung der Oberhautzellen in feinen Schüppchen odergrösseren Lamellen. Das Leiden findet häufig an behaartenStellen, besonders auf der Kopfhaut statt und zwar als einlocales Uebel, dessen Ursachen völlig dunkel sind. Di eKrankheit ist hartnäckig und ihre Heilung unsicher; dochkann dagegen versucht werden : Sulph., Graphit.. Staphys.,Sepia oder Thuja. Ist das Leiden auf der Kopfhaut, soist von grossem Nutzen, den Kopf mit warmem Seifen-wasser tüchtig zu waschen und dann mit einer Salbeordentlich einzureiben, welche aus 20 Gramm Vaseline und