Druckschrift 
Handbuch der Homöopathie : mit Benutzung fremder und eigener Erfahrungen nach dem neuesten Standpunkte der Wissenschaft
Entstehung
Seite
88
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

88

Charakteristische Eigentümlichkeiten.

sei gegeben werden). Passt selten, wenn nicht die Finger-krämpfe da sind. Starrkrämpfe. Hautausschläge, wieKrätze ; alte Geschwüre. Magendrücken mit Leibschmer-zen und Durchfall. Chronische Diarrhöen. Keuch-husten mit Steifheit des Körpers, Athemversetzung; Er-brechen nach den Anfällen und Schleimrasseln in derBrust ausser der Zeit der Hauptanfälle. (Nach Cupr. wirdhäufig Veratr. besonders passen.) Krampfhafte Er-stickungsanfälle. Blaues Gesicht mit blauen Lippen.Todesfurcht und Angst. Wahnsinnanfälle mit rothen, ent-zündeten Augen; Stolz, Wuth oder Furcht.Gabe: Mittlere und höhere Potenzen.

Dig. = Digitalis purpurea.

(Rother Fingerhut.)

Wirkungsdauer: in acuten Fallen 3 24 Stunden, in chro-nischen mehrere Wochen. Antidote: Nux vom., Op. Bei Vergif-tungen mit grossen Gaben, bei allopathischer Behandlung häufig:süsse Milch, Essig.

Nach Hahnemann passt Digitalis am besten für Kranke,welche einen langsamen Puls haben. Gelbsucht; Blau-sucht. Organische Herzleiden; Herzklopfen mit lang-samerem Pulse. Aschfarbige oder weisse Stühle, wiebei Gelbsüchtigen. Unablässiger Harndrang mit ge-ringem Abgange. Wassersüchtige Geschwulst der Füsse. Compensationsstörungen bei Herzklappenfehlern, mitBlutüberfüllung der Lunge, beschleunigtem, kräftigem undvollem Pulse und verminderter hochrother Harnabsonderung.Gabe: Wie vorher.

Wirkungsdauer:

Nux vom., Pod.

Dioscorea villosa.

unbekannt. Antidote: Bry., Coloc, Hyosc,

Die Prüfungen von Haie und Cushing lassen ersehen,dass dieses Mittel in verschiedenen Nervenleiden, Neural-gien, Leber- Magen- und Unterleibsbeschwerden eine sehrbedeutende Wirkung ausübt, und die damit erzielten Heil-