50
Einleitung.
lieh, zu rathen, sich, ein so abscheuliches Bedürfniss, wel-ches nicht den geringsten Vortheil, kaum den, sich dieGrillen zu vertreiben, gewährt, dagegen vielfach schadenkann und wirklich schadet, nie anzugewöhnen.
Bei einer Cur ist das Rauchen, besonders bei zu Con-gestivzuständen disponirten Patienten, unbedingt untersagt.
0-er;
die
Einen ganz bedeutenden Einfluss auf die Gesundheitund das Wohlbefinden hat unstreitig die Wohnung undKleidung. Es ist Thatsache, dass eine grosse Anzahlvon Krankheiten theils durch ungesunde, feuchte, demSonnenlicht nicht zugängliche Wohnungen, theils durchunzweckmässige Bekleidung erzeugt und erhalten werden.Nachtheilig, ja geradezu schädlich, ist die Bekleidung derHaut mit Leinen- oder Baumwollgeweben. Die Holzfaserkühlt und hält die AusdünstungsstofFe fest, sodass alteLeinenwäsche den peinlichsten Gestank erzeugt und selbstfrische Wäsche eine ekelhafte, für Nervenschwache uner-trägliche, Atmosphäre verbreitet. Ganz anders verhält essich dagegen mit der Wolle*Sie ist ein schlechter Wärme-leiter, erhält daher eine angenehme Temperatur, begünstigtdie Ausdünstung und zieht nicht leicht Gerüche an. Frei-lich darf man nicht über ein Wollhemde ein Linnen- oderBaumwollhemde ziehen, wodurch der beabsichtigte Zweckverfehlt würde. Die Wolle schafft die ausgedünstete Materiein Dunstgestalt fort, verhindert somit, dass diese Dünsteauf der Haut in Wasser verwandelt werden, während Leinenund Baumwolle diese Eigenschaft nicht besitzen, die Feuch-tigkeit erhalten und somit leicht Erkältungen erzeugen.
Die Ausdünstung unseres Körpers ist das grosse Mittel,was die Natur in ihn selbst gelegt hat, sich abzukühlen.Je freier wir also ausdünsten, desto gleichmässiger wirdunser Wärmegrad sein, desto leichter werden wir jedes voninnen oder aussen uns gegebene Uebermaass an Wärmeverflüchtigen können, daher kommt es, dass Wolle, uncr-achtet sie die Haut mehr wärmt, dennoch durch die freiereallgemeine Ausdünstung die Ueberfüllung der Blutmasse