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Handbuch der Homöopathie : mit Benutzung fremder und eigener Erfahrungen nach dem neuesten Standpunkte der Wissenschaft
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Vorwort zur vierten Auflage.

länglich entschädigt sehen. Freilich ist es sehr müh-sam und schwer, in ein neues Wissensgebiet einzu-gehen, es zu erforschen und in sich aufzunehmen, wasauch der Grund ist, warum die älteren, schwerenwissenschaftlichen Autoritäten sich mit der Homöo-pathie nicht befassen, sie vielmehr, als ihrem liebge-wordenen Systeme widersprechend, bekämpfen und diestudirende Jugend davor warnen. Diese vertraut ihrenFührern, den Männern der Wissenschaft, die ihre Stel-lung missbrauchen, sie irreführen, ihr nützliche Wahr-heiten lieblos vorenthalten und sich den Nimbus derUnfehlbarkeit geben. Die Zukunft wird ihnen aberdenselben entreissen.

Jede neue Errungenschaft hat ihre Feinde in denInteressenten des Alten. Gegen die Dampfboote pro-testirten die Marktschiffer, gegen die Eisenbahnen dieLohnkutscher, bis auf jenes Dorf, welches gegen dieAnlagen der Chausseen protestirte, weil es von denReisenden lebte, die auf schlechten Wegen Arme undBeine brachen. Die Homöopathie hätte schon längsteine allgemeinere Anerkennung gefunden und wenigergross würde die Zahl derer sein, die auf dem trost-losen Wege allopathischer Heilkünstelei Gesundheitund Leben verlieren, wenn die Besonnenheit Jeder-manns Sache wäre.

So schliesse ich denn in der Hoffnung, dass dieFreunde der Homöopathie auch in der vorliegendenAuflage mein Bestreben, den Fortschritten der Wis-senschaft zu folgen, anerkennen, und dieses Werk sofreundlich wie bisher beurtheilen mögen.

Gera, im September 1885.

Der Verfasser.