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Homöopathische Pharmakopoöe
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Lycopodium,

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Hopfenzapfen gesammelt und sogleich frisch nach Reg. 3 zurTinktur bereitet. Diese hat dunkelbraun-rothe Farbe und gewiirz-haft bittern Geschmack.

Lycopodium.

Pulvis s. semen s. pollen Lycopodii s. Musciclavati s. Musci terrc-stris, Sulphur vegetabile s. Lycopodii. Bärlappsaamen, Streupulver,Blitzpulver, Hexenmehl, Drudenmehl, Wurmmehl, Moospulver,Klopfpulver, Erdschwefel. Von Lycopodium clavatum, L. compla-natum lind L. annotinum L. Cl. XXIV. fam. Lycopodiaceae. HayneVIII. 47. Düsseld. 13. A. et B.

Der gemeine Bärlapp ist in trocknen Nadelwäldern der ganzennördlichen Halbkugel ziemlich verbreitet. Der kriechende Stengelwird bis 1 M. lang, die unfruchtbaren Aeste sind kurz und ge-krümmt, die fruchttragenden richten sich auf. Die Blätter sindlinien-lanzettförmig, ganzrandig, in eine lange, haarförmige Spitzeausgehend und bekleiden dicht den Stengel. Die Fruchtähren stehenpaarweise auf schuppigen Stielen, die Deckblättchen sind eiförmig,zugespitzt, am Bande gezähnelt, blassgelb. Die zwischen diesensitzenden Früchte sind klein, klebrig, häutig, nierenförmig undenthalten die zahlreichen, äusserst kleinen, Mass strohgelben Keim-körner, welche den officinellen Theil der Pflanze ausmachen. Siestellen ein zartes, leichtes, geruch-und geschmackloses Pulver dar,das sich schwierig mit kaltem Wasser mischt und in der Flammelebhaft brennt.

Die Sammelzeit ist im August und September. Wo die Gelegen-heit zum Selbsteintragen fehlt, und daher das käufliche Pulver ge-genommen werden muss, ist es aufVerniischung mit dein Blüthenstaubeanderer Pflanzen zu prüfen, der sich theils durch Geruch, theils durchdunklere Farbe, durch geringere Feinheit und grössere Klebrigkeitzu erkennen giebt. Verfälschungen mit ganz fremdartigen Dingen,als Puder, Talkerde u. dergl., sind durch chemische Prüfungsmittelzu entdecken.

Obgleich der Natur des Stoffes gemäss, da dessen Hauptbestand-teil, das Pollenin, weder in Wasser noch Weingeist löslieh, die Ver-reibung die angemessenste Form für den Arzneigebrauch ist, sohat man doch auch die Tinktur vielfach angewendet. Bei derenAnfertigung ist ganz besonders zu beobachten, was im § 11 beiPegel 1 in Hinsicht auf Vorbereitung der Stoffe für die Verarbeitunggesagt ist.

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