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Homöopathische Pharmakopoöe
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Lolium.

gepresst, im Handel vor und verdienen so. vom natürlichen Standortabstammend, den Vorzug vor den frisch aus Gärten zu beziehendenPflanzen. Wir bereiten daraus mit verdünntem Weingeist nach:Eeg. 1 Tinktur von grün-brauner Farbe.

Lolium.

Taumellolch, Taumelkorn, Tollkorn, Schwindelhafer. Von Lo-lium temulentum L. Ol. III. 0. 2. fam. Graniineae. Brandt etEatzeb. I. 1,

Diese in Getreideäckern ziemlich verbreitete Grasart hat auf-rechte, 2 / 3 —1 M. hohe, bei üppigerem Stande etwas überhängendeHalme, mit vielblüthiger, langer Aehre, deren Aehrchcn abwech-selnd dicht übereinander ansitzen und dadurch dem obern Theiledes Halmes ein stark hin- und hergebogenes Ansehen geben, wasals charakteristisches Kennzeichen zu beachten ist. Der Kelch desobersten Aehrchens ist zweispelzig, die Kronspelzen doppelt kleinerals der Kelch, die äussere mit langer, gerader, steifer Grannebesetzt.

Im August, zur Erntezeit, reifen die Saamen, und das ist derzweckniässigste Zeitpunkt, wo die Aehren gesammelt und nachReg. 3 zur Tinktur bereitet werden. Sie ist geruchlos, von grünlichbraun-gelber Farbe.

Lupulus.

Strohuli s. Goni Humuli, Flores Lupuli. Hopfen, Hopfenzapfen,Hopfenblüthen. Von Humulus Lupulus L. Cl. XXII. 0. 5. fam.Urticeae. Hayne VIII. 36. Düsseid. 101.

Der Hopfen findet sich häufig wildwachsend an Hecken, Zäunen,Flussufern, im Gesträuch durch ganz Europa; er wird überdiess, alshöchst wichtiges, ökonomisches Gewächs, in vielen Ländern, beson-ders in Böhmen und Baiern, angebaut. Die sehr hoch rankendePflanze hat langgestielte, grosse, drei- bis fünf lappige, herzförmige,grobgezähnte Blätter und getrennte Blüthen. Wir bedienen uns derKätzchen der weiblichen Pflanze, welche traubonförmig auf Stielenin den Blattwinkeln stehen, und ziehen hier ausnahmsweise die vonangebauten Pflanzungen den wildgewachsenen, wegen grösserenGehaltes an wirksamen Stoffen, mit Recht vor. Ihre Schuppen sindgross, eiförmig, stumpf, blassgelb und an der innern Basis, so wieauch den Fruchtknoten und der reifen Frucht mit vielen gelben,glänzenden Drüsen bedeckt, welche das Aroma und den Bitterstoffdos Hopfens enthalten. Im August und September werden diese