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Homöopathische Pharmakopoöe
Entstehung
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139
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Kali clilorieum

Kali earbonicum.

Nitrumfixum, Sal tartari, Alkali vegetabile aeratum, Kali subcar-lonicum. Carbonas Kali s. kalicus s. Lixiviae. Subcarbonas Potassae.Lufthaltiges oder mildes Pflanzenalkali, Pflanzenlaugensalz. mildesJvali. Weinsteinsalz, einfach- oder basisch- oder halbkohlensauresoder kohlensäuerliches Kali.

Ein Theil reinen, krystallisirten Salpeters wird mit 2 Theilengereinigten Weinsteins, nachdem man beide fein gepulvert und inniggemengt, in einem rostfreien, eisernen, erhitzten Tiegel verpufft, dieerhaltene schwarze Masse mit destillirtem Wasser ausgelaugt, dieFlüssigkeit filtrirt und in einer Porzellanschaale bis zur staubigenTrockne abgeraueht. Zur Entfernung einer Spur von Kalk, die durchden Weinstein leicht hineingebracht sein kann, lässt man das Pulveran feuchter Luft nochmals von selbst zerfliessen. Nach einigen Wochenwird die dicke Flüssigkeit mit so viel Wasser verdünnt, dass sie leichtdurch Filteren von dem gebildeten kohlensauren Kalke getrenntwerden kann, hierauf wieder zur Trockne gebracht und in gut ver-schlossenen Gefässen aufbewahrt. Es sei ein vollkommen weisses,in wenig Wasser ohne Rückstand lösliches Pulver.

Die Auflösung im Wasser nach der gegebenen allgemeinen Kegelist die schicklichste Form für den Arzneigebrauch; es ist aber auchdie 2te Potenz (die = 1 / )00 ) noch mit Wasser, die 3te mit verdünn-tem Weingeist herzustellen, da selbst schwacher Weingeist das Salzin diesem Verhältniss noch ausscheidet. Die Verreibungen mit Milch-zucker, obwohl gebräuchlich, sind nicht zweckmässig, weil dem Ver-derben unterliegend.

Kali chloricum.

Kali muriaticum oxygenatum s. hypergenatum s. oxycJdorinicums. oxyhalogenatum, Chloras kalicus s. Potassae. Oxydirt-salzsauresoder Uberoxydirt-salzsaures Kali, oxychlorinsaures oder chlorsauresKali. Zündsalz.

Aus dem unter dem Artikel Chlor beschriebenen Apparate wirdauf die daselbst angegebene Weise Chlorgas entwickelt und dasselbe(nicht wie dort in Wasser, sondern) in eine concentrirte Lösungätzenden Kali's geleitet.

Das übergehende Chlorgas wird von dem vorgeschlagenen Aetz-kali sogleich absorbirt, und es bilden sich in der Flüssigkeit Krystallevon chlorsaurem Kali, während das gleichzeitig entstehende Chlor-kalium (salzsaure Kali) aufgelöst bleibt. Nach beendigter Arbeit