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Juncus effusus.
Juncus effusus.
Flattersimse, Flatterbinse. Von Juncus effusus L. Cl. VI. 0. 1.fam. Junceae.
Sehr gemein auf nassen, sumpfigen Wiesen, an Teichrändern undGräben. Wurzelstock riechend, ästig, reichlich mit einseitigen,nach unten laufenden, langen Fasern besetzt, rasenförmig. HalmeVs— 2 / 3 M. hoch, grasgrün, sehr glatt, rund, steif, innen markig, ander Basis mit gelb- oder röthlich-braunen Scheiden oder Schuppen be-setzt. Tragdolde sehr reichblüthig, gestielt, nach einer Seite gerichtet.
Der sehr ähnliche /. glomeratus L. unterscheidet sich durch feingestreifte Halme und viel kürzer gestielte Blumenrispe. Im Juli, zurBlüthezeit, werden die Wurzeln gesammelt und nach Reg. 3 zurTinktur bereitet. Licht-gelbbraune Farbe, wenig Geruch und Ge-schmack.
Juncus pilosus.
Haarige Simse, Frühlings-Hainsimse. Cl. VI. 0.1. fam. Juncae.
Eine auf allen Wiesen, in Hainen und in Wäldern verbreiteteGrasart, deren Wurzelstock schief, Ausläufer treibend, Halm 1—3 Cm.hoch, aufrecht, beblättert; Blätter am Grunde scheidig, hellgrün,schlaff, am Rande mit langen, weichen, zerstreuten Haaren besetzt,die endständige Trugdolde vielästig, gabelförmig.
Zur Blüthezeit, im April bis Mai, wird die Wurzel gesammeltund, wie bei voriger Pflanze angegeben, verarbeitet. Das Ansehender Tinktur ist derselben ähnlich.
Kali bichromicum.
Bichromas kalicus. Rothes oder doppelt-chromsaures Kali.
Dieses Salz wird für technische Zwecke fabrikmässig im Grossenaus dem Chromeisenstein dargestellt. Im Kiemen wird es gewonnen,wenn gelbes (einfach) chromsaures Kali in Wasser gelöst und unterZusetzung von Salpetersäure wieder bis zum Krystallisationspunktabgedampft wird. Es bildet grosse, gelbrothe, wasserleere Krystallevon grossen vierseitigen Prismen und Tafeln, die luftbeständig sind.Die Auflösung in Wasser kann nur in dem Verhältniss von 5:95 be-reitet werden, da das Salz bei stärkerem Verhältniss theilweis wiederauskrystallisirt: die 2te Potenz ist demnach mit 20 Tropfen zu80 Tropfen Wasser auf das Verhältniss von Vioo zu bringen.