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Strychninjodessigsäuremethylester C 21 H 22 N 2 0 2 . JCH 2 . COO. CH 3 undBrucinbrombenzylat C 23 H 26 N 2 0 4 . C 6 H 5 . CH 2 Br erzeugen in Dosen von■1-5 mg völlige Lähmung. 0.1 g des Strychninjodessigsäuremethylesterswirken intern auf Kaninchen gar nicht 1 ).
Die Isostrychninsäure
(C 20 H 22 O)fcOOH
hesitzt noch vollkommen die giftigen Eigenschaften des Strychnins.0.0005 g töten Frösche.
Oxäthylstrychnin führt nach Vaillant und Vierordt zu 4—5 mgbei Fröschen und zu 25 mg bei Kaninchen den Tod herbei. Die Ver-giftungserscheinungen halten die Mitte zwischen Strychnin und Curare.
Trägt man Natrium in eine siedende alkoholische Lösung vonStrychnin, so entsteht eine kleine Menge eines neuen Alkaloids, desStrychninhydrürs, welches ausgesprochen lähmend wirkt und durchAtmungsstillstand bald zum Tode führt 2 ).
Wenn man Strychnin auf 140° oder Strychnol auf 200° mit Wassererwärmt, so erhält man eine Base von der Formel C 21 H 22 N 2 0 2 , welcheArne Pictet und Bacovescu 3 ) Isostrychnin nennen. Es macht Krampf-erscheinungen und Tod durch Atmungslähmung. Der Respirations-stillstand ist durch die curareartige Wirkung bedingt. Vorher machtIsostrychnin Steigerung der Reflexerregbarkeit, unter UmständenTetanus. Das Gift wird anscheinend im Organismus schnell zerstörtoder ausgeschieden 4 ). Dies ist optisch inaktiv und nach Untersuchungenvon Wiky ungefähr 30 mal weniger giftig als Strychnin, die physio-logische Wirkung ähnelt dem Curare.
/COIsostrvchnin ist (C 20 H 22 NO)< ■ + 3 H 2 0 (Trihydrostrychnin ?).
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Tetrahydrostrychnin C 21 H 26 N 2 0 2 macht in 0.5 mg Dosen Krampf-erscheinungen.
Tetrachlorstrychnin und Hexachlorbrucin sind ungiftige und fürHunde ganz unschädliche Substanzen 5 ).
CO\Strychninoxyd ■ >(C 20 H 22 O) • N:0 macht ähnliche Erscheinungen
wie Strychnin, es ist chemisch ein Aminoxyd; die krampferregende Wir-kung ist ziemlich abgeschwächt, während die paralysierende Wirkungintensiver hervortritt. Die Giftigkeit ist erheblich kleiner als die desStrychnins. Beim Frosch auf 100 g 0,016—0.02 g, beim Meerschweinchenauf 100 g Körpergewicht 0.006—0.0072 g 6 ).
x ) H. Hildebrandt, AePP. 53. 76 (1905).
2 ) H. Dreser, Tagblatt der Braunsohweiger Naturforscher-Versammlung 1897.
3 ) Soc. de Chim. de Geneve 13. IV. 1905.
*) Bacovescu und Pictet, BB. 38. 2792 (1905).
5 ) Coronedi bei Minunpi und Cuisa. Gaz. chim. ital. 34. IL 361.
6 ) Untersuchungen von Babel, Arne Pictet und Mattisson, BB. 38. 2786 (1905).