Alkaloide.
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hervorzurufen, daß gleichsam eine im Alkaloid schlummernde Eigen-schaft zum Leben erweckt werde, während die typischen Eigenschaften desAlkaloids gleichsam in einen Schlummerzustand versinken. Als Beispielwollen wir nur anführen das Versperren des einen oder beiden Morphin-hydroxyle durch Acyl- oder Alkylgruppen, wobei die schlafmachendeEigenschaft fast ganz verschwindet, während eine eigentümlicheWirkung auf die Respiration, welche wohl schon dem Morphin, wennauch nicht in dem Grade zukommt, als charakteristisches Zeichen derneuen Körper bei der therapeutischen Anwendung auftritt.
Die große Reihe der natürlich vorkommenden Alkaloide läßt sichbekanntlich nach Königs auf das Pyridin
H
C
HC CH
HC CH
N
zurückführen. Diese Base ist für sich fast ungiftig zu nennen. Pyridin-mhalationen bewirken zunächst respiratorische Dyspnoe durch Reizungdes Trigeminus, dann Verlangsamung und Verflachung der Atmung,welche periodischen Wechsel zeigt und schließlich Schlaf. Interne Ver-abreichung des Pyridins macht keine Erscheinungen toxischer Natur.Die Hauptwirkung besteht nach L. Brunton und Tunnicliffe 1 ) in Lähmungyer sensorischen Apparate, totaler Anästhesie und Aufhebung derReflexe, ferner hemmen relativ geringe Dosen die Atmung; zentraleyagusreizung bei mit Pyridin vergifteten Kaninchen ergab besondershäufig exspiratorischen Stillstand. Die Herzaktion wird durch kleineJ^osen verlangsamt und verstärkt, durch größere zum Stillstande gebracht."yndin ist im Vergleich zu seinen Derivaten kein aktives Glied. Esmacht Blutdrucksenkung durch Paralyse des Herzmuskels.
E. Harnack und H. H. Meyer, W. His, R. Cohn konnten beiosen von ca. 1 g pro die keinerlei toxische Wirkung sehen 2 ).
■ i, ^^ 0 * e * ra Pyiidrn und Isopyridin wirken auf Hunde und Katzennicht giftig; ersteres verursacht bei Eröschen als Hydrochlorat zu
■o rag erst in 1% Stunden eine geringe Paralyse, ohne die Respirationaufzuheben und Nikotinkrämpfe zu bewirken) 3 ).
Einfluß der Hydrierung der Basen.
Aber die Wirkung ändert sich und wird verstärkt, wenn dieseaK( - das Pyridin, hydriert wird, d. h. wenn durch den Eintritt von
]) Journ. of physiol. 17. 292. S. auch Heinz, Virchow's Arch. 122. 116.
AePP. lä. 394. 22. 254. HS. 18. 116 (1894).) Vulpian, C. r. 92. 165.