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Die Arzneimittel-Synthese auf Grundlage der Beziehungen zwischen chemischen Aufbau und Wirkung : für Ärzte, Chemiker und Pharmazeuten
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Beziehungen zwischen Geschmack und Konstitution.

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;*» hier beim Geschmackssinn begegnen, dürfte nach der Ansicht Stern-ber g's auf ein mit dem Wachsen der Atomgewichte zusammenhängendesSachsen der Wellenlänge von Schwingungen hinweisen. Der Ge-schmack wäre also, wie fast alle physikalischen Eigenschaften, einePeriodische Punktion der Atomgewichte.

Haycraft 1 ) war wohl der erste Forscher, welcher überhaupt überdie Natur der Moleküle, die auf die Geschmacksnerven wirken, For-schungen anstellte. Nach ihm werden ähnliche Geschmacksempfindungendurch chemische Verbindungen erzeugt, welche Elemente, wie Li, K, Na,mi t periodischer Wiederkehr gewöhnlicher physikalischer Eigenschaftenenthalten. Die Kohlenstoffverbindungen, welche übereinstimmendeGeschmacksempfindungen hervorrufen, müssen einer Gruppierung der-demente angehören. Unter den organischen Säuren stoßen wir auf dieGruppe CO. OH; bei den süß schmeckenden Substanzen auf die Gruppe^.OH. Zwischen der Qualität der Geschmacksempfindungen undßoh em Molekulargewicht besteht kein Zusammenhang, ausgenommen,*?ß Substanzen mit sehr hohem und sehr kleinem Molekulargewichterhaupt keinen Geschmack haben.

Die Empfindungen von süß und bitter spielen insbesondere beirzneimittehi eine sehr große Rolle, da ja der Geschmack derselben° n großem Einfluß darauf ist, ob die Arzneimittel gerne genommenrden oder nicht. Die jahrhundertelang übliche Methode war, denscnmack der Arzneimittel durch Korrigentien zu decken. Doch hatmoderne synthetische Chemie auch auf diesem Gebiete wenigstens-Lei] Wandel geschaffen, und die unangenehmen Eigenschaften. elr ier Körper in bezug auf den Geschmack durch Anlagerung be-st w^ 01 Gruppen, ohne daß der therapeutische Effekt der Grund-stanz geschmälert worden wäre, zu unterdrücken versucht. All-o eine Regeln über die Beziehungen zwischen der Konstitution undj J? Geschmack lassen sich nur wenige ableiten. Wir wissen aber,1 " ei den aliphatischen Alkoholen mit der Zunahme der Hydr-ji^ 8 ru ppen der süße Geschmack ansteigt. So ist Glycerin, mit dreider r( ^^ ru PP en > schon ein recht süßer Körper. Doch verschwindetAcvl' SU Geschmack völlig, wenn man die drei Hydroxyle durchalle T U h g versohließt (Nitroglycerin, Triacetin). Die Zucker sindAlkoh ? °^ er weiu § er s üß- Doch sind die ihnen entsprechendeng0 j ^ e Z- B. Mannit weniger süß wie etwa der Traubenzucker,zu < • au . die Aldehydgruppe an dem süßen Geschmack beteiligtajg j, ln 8 °heint. Anderseits ist die Biose Rohrzucker intensiv süßerhand ro . 8e ^zw. Lävulose, ohne daß eine freie Aldehydgruppe vor-]\tilch y are - Hingegen sind die reduzierenden Biosen, Maltose undAldehld weniger süß als aer Rohrzucker. Für die Beteiligung derhesond ^ rup P e an ^em süßen Geschmacke der Zucker spricht ins-Aldehyd 6 der intensiv Gittere Geschmack der Glykoside. Geht derAlkohol ^ lne a ktion m it einem aliphatischen oder aromatischenteiligt w' 6111 ' 0llne *^ aß ^ ie Hydroxylgruppen an dieser Reaktion be-aren, und kommt es zur Bildung eines Glykosids, so geht der

) Haycraft, Nature 1882. 187 u. 1885. 562.

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ese. 3. Aufl.

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