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Die Arzneimittel-Synthese auf Grundlage der Beziehungen zwischen chemischen Aufbau und Wirkung : für Ärzte, Chemiker und Pharmazeuten
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Stereochemiseh bedingte Wirkungsdifferenzen.

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«nd Krämpfe erzeugen Die Aquopentamminkobaltsalze mit dem Kation(H a O)S?Ä) S viel ™^r ^ Di6 Dxaquotetrammmver-WdCenÄ sehr schwache Gifte, die weder Curarewirkung nochTetanuf erzeuL Die Chloropentamminverbindungen mlt *T ™"artigen SS Cl.Co(NH 8 ) ä haben die Toxizität der Aflg^g"™"verbindungen. Die Chloroaquotetramminverbmdmgen^LHp ,Co(NH^si nd fünfmal geringer toxisch wirksam und haben weder narkotische

^£#S^W*to» zeigten sich bei den analogen Rhodium-

^ afKbÄTdi-. Darlegung gezeigt zu nahen, daß es sich^ch außerhalb der Wirkungsverschiedenheiten durch Isomenen u»-hesondere sterische Isomerien, zeigen läßt, wie das ZustandekommenPhysiologischer Wirkungen ganz wesentlich abhangig ist von der Orien-tierung der Atome oder Radikale im Räume und erst mzwiterL «h e von der Natur der Atome oder Radikale bedingt wird, Es wirdn ,nn klar, daß eine einseitige Auffassung der Beziehungen zwischenchemischem Aufbau und physiologischer Wirkung, welche sich nur aufdie Natur der Atome und Radikale beschränkt, keineswegs zur Aut-klärung dieser Beziehungen ausreichen kann, wir vielmehr danin getunrtwerden, den Wirkungscharakter und das Zustandekommen der Wir-kungen aus der räumlichen Lagerung der wirkenden Substanz im Zu-sammenhalt mit deren chemischem Aufbau zu erklären. Die zuerst^°n Schmiedeberg geäußerte Anschauung über das stereochemischeBe dingtsein der pharmakologischen Wirkungen erhält durch das Aus-geführte jene Auslegung, welche sie nicht in Gegensatz zu den An-schauungen über die Abhängigkeit der Wirkung von der Konstitutionbringen kann, sondern sie vielmehr als Erweiterung und weiter-gehende Erklärung erscheinen läßt. Wir gewinnen auch dadurch Ein-blick in die ebenfalls stereochemisch bedingte Wirkungsmöglichkeit derEnzyme, deren Erkenntnis wir L. Pasteur und E. Eischer verdanken.H. H. Meyer') erklärt die Curarewirkung der Ammoniumbasen"nrch den Umstand, dass sie sich durch ihre selbst Kali und Natronübertreffende basische Stärke-Avidität — auszeichnen. Zu ähnlichenErstellungen gelangt H. Fühner 2 ).

l6 - Bezieiningen zwischen Wirkung und Molekulargröße.Wirkungen homologer Reihen.

Die Beziehungen zwischen Wirkung und Molekulargröße der Sub-stanzen sind noch recht spärlich bearbeitet. Am klarsten treten siew ohl bei den einfachen und polymeren Zuständen desselben Körpersant. Acetaldehyd CH 3 .CHO ruft nach den Untersuchungen von Cop-P< h '). hei Fröschen zu 0.01 g, nach einem Stadium der Aufregung eineV 'händige Anästhesie hervor, welche schnell vorübergeht, da der

) Ergebnisse der Physiologie von Ashcr-Spiro I. Jg. II- Abt. 199.;) H. Fühner AePP. 58. 1 (1907).) Ann. di chim. e di farm. [4.] 5. 140.